Europameister Behrenbruch bleibt der „King“

Europameister Behrenbruch bleibt der „King“

Der Europameister siegt in Ratingen und setzt sich an die Spitze der Weltjahresbestenliste — ebenso wie Julia Mächtig im Siebenkampf.

Ratingen. Es war das Wochenende der Rekorde. Sechs Meeting-Rekorde und Weltjahresbestleistungen bei den Männern und den Frauen haben für Partystimmung beim Mehrkampfmeeting in Ratingen gesorgt. Zudem erreichten sechs Zehnkämpfer und drei Siebenkämpferinnen die Norm, um bei der Leichtathletik-WM in Moskau (10. - 18. August) starten zu dürfen — das war in der Vergangenheit selten der Fall. Die Siege sicherten sich Europameister Pascal Behrenbruch und Vorjahressiegerin Julia Mächtig jeweils in Weltjahresbestleistung.

Nach einem schwachen ersten Tag lag Behrenbruch nur auf Rang fünf. „Ich bin nicht zufrieden. Ich muss kämpfen, denn es geht um Moskau.“ Am Sonntag reckte der 28-Jährige dann nach dem zweitbesten Zehnkampf seiner Karriere lächelnd den Zeigefinger in die Höhe. Mit der Weltjahresbestleistung von 8514 Punkten krönte der Frankfurter einen starken Auftritt der deutschen Mehrkämpfer. „Unglaublich. Ich gehe als Gewinner raus, obwohl ich so einen schlechten Beginn hatte. Ich habe gezeigt, dass der Europameister weiter der King ist“, frohlockte Behrenbruch.

Vor dem Wettkampf in Ratingen hatte sich Behrenbruch noch ein verbales Duell mit dem Leverkusener Michael Schrader geliefert, weil der ihn für seine vorzeitige Abreise vom Meeting in Götzis kritisiert hatte. In Moskau werden sich beide wiedersehen, denn Schrader fährt dank der 8427 Punkte, die er vor wenigen Wochen in Ulm erzielt hatte, ebenfalls zur WM. Das dritte Ticket sicherte sich am Sonntag Rico Freimuth (8488).

Starker Wind sorgte vor insgesamt über 7000 Zuschauern im Stadion zeitweise für irreguläre Bedingungen. Dennoch fielen die Meeting-Rekorde beim Weitsprung, Hochsprung und Speerwurf der Zehnkämpfer. Im Siebenkampf wurden die Bestmarken im Kugelstoßen und über die 200 Meter verbessert.

Julia Mächtig aus Neubrandenburg (Foto) wiederholte mit der Weltjahresbestleistung von 6430 Punkten ihren Vorjahressieg im Siebenkampf. „Ich bin überwältigt“, jubelte die 27-Jährige. Auch Claudia Rath und Kira Biesenbach sprangen mit persönlichen Bestleistungen auf den WM-Zug auf.

Mehr von Westdeutsche Zeitung