Embolos Flirt mit Borussia Mönchengladbach

Bundesliga : Embolos Gladbach-Flirt

Borussia Mönchengladbach ist offenbar an Breel Embolo interessiert. Der Schalker Stürmer soll bereits einen Check bei den Fohlen absolviert haben.

Borussia Mönchengladbach ist offenbar an einer Verpflichtung von Stürmer Breel Embolo von Liga-Konkurrent FC Schalke 04 interessiert. Der 22 Jahre alte Schweizer Nationalspieler will nach unseren Informationen Gelsenkirchen diesen Sommer verlassen – trotz eines noch bis 2021 laufenden Vertrags. Embolo soll bereits einen Gesundheitscheck bei den Fohlen absolviert haben.

Auf Nachfrage dieser Zeitung am Montag wollte sich der VfL Borussia jedoch nicht zu diesem Thema äußern, ob Embolo am Wochenende zu Untersuchungen im Borussia-Park erschienen war oder, wie einige Medien berichteten, der Fitness-Check vielmehr in Düsseldorf stattgefunden habe.

 Embolo will Schalke verlassen. 2016 war er, damals als eines der größten Offensivtalente Europas gehandelt, für rund 27 Millionen Euro Ablöse vom FC Basel zu S04 gewechselt. Schalke schnappte Embolo Borussia vor der Nase weg, zuvor hatte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl schon 2015 die Fühler nach dem dynamischen Offensiv-Athleten mit kamerunischen Wurzeln ausgestreckt. Embolo entschied sich für Königsblau, wo er zum Leistungsträger und Zukunftsinvest aufblühen sollte. Drei Jahre später sieht seine Bilanz ernüchternd aus: Zwölf Treffer in nur 61 Spielen, diverse schwere Verletzungen (Sprunggelenk, Wadenbeinbruch, Knochenödem, Fußbruch). Die Folge: Embolos Marktwert ist auf rund 14 Millionen Euro abgestürzt. Nun will der Schweizer den Neustartknopf drücken – in Gladbach. In seinem Schalker Vertrag sollen für diesen Sommer Ausstiegsklauseln in verschiedenen Höhen verankert sein. Für potenzielle Käufer, die in der Königsklasse vertreten sind, soll die Ablösesumme bei 65 Millionen Euro liegen. Im Falle Gladbach, das in der Europa League vertreten ist, soll die Summe 45 Millionen Euro betragen. Aber: Für das Transfer-Missverständnis Embolo (samt dessen Krankenakte) wird es solche Summen nicht geben. Vielmehr dürfte die Frage rund um die Schalke Arena anders lauten: Embolo zu Preisen verkaufen, die der Markt aktuell hergibt – oder weiter hoffen, dass aus ihm noch eine akzeptable Geldanlage wird.

Fakt ist auch: Gladbach, das nach dem Abgang von Thorgan Hazard zum BVB auf der Suche nach neuen Offensivkräften ist, würde mit einem Embolo-Kauf ins Risiko gehen. Dieser Stürmer muss erst noch beweisen, dass er das Format und die körperliche Fitness besitzt, um auf Bundesliganiveau nachhaltig und konstant liefern zu können.

Mehr von Westdeutsche Zeitung