Eishockey Tschechien und Schweiz erreichen WM-Endspiel

Prag · Gastgeber Tschechien träumt bei der Eishockey-Weltmeisterschaft vom ersten Titel seit 2010. Der Gegner hofft dagegen auf seine Premiere.

Gastgeber Tschechien setzte sich im Halbfinale gegen Schweden mit 7:3 durch.

Gastgeber Tschechien setzte sich im Halbfinale gegen Schweden mit 7:3 durch.

Foto: Petr David Josek/AP/dpa

Gastgeber Tschechien und Schweiz stehen am Sonntag (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaSport) im Endspiel der Eishockey-Weltmeisterschaft. Deutschland-Bezwinger Schweiz siegte in Prag gegen Rekordchampion Kanada nach Penaltyschießen mit 3:2 (2:0, 0:1, 0:1) und kann vom ersten WM-Titel träumen. Zuvor gewann Tschechien in einem begeisternden ersten Halbfinale gegen Schweden mit 7:3 (2:2, 3:1, 2:0) und hofft auf den 13. Weltmeister-Titel. Schweden kämpft gegen Kanada zuvor (15.20 Uhr/ProSieben und MagentaSport) um Bronze.

Die 17.000 Zuschauer in der tschechischen Hauptstadt bekamen von den zahlreichen NHL-Stars der Tschechen und Schweden das bislang beste WM-Spiel geliefert. Die Nordeuropäer gingen durch Marcus Johansson in Führung. (4. Minute). Danach fielen die Tore fast im Minutentakt. Dominik Kubalik glich für die Tschechen aus (8.). Wieder lag Schweden durch Marcus Pettersson nur 20 Sekunden später vorn. Anderthalb Minuten danach konnte David Kampf für die effektiven Tschechen erneut ausgleichen.

Tschechien mit gnadenloser Effektivität

Während die Schweden deutlich mehr Torschüsse abgaben (39:23), schockten die Gastgeber das Team von Trainer Sam Hallam mit einer gnadenlosen Effektivität. Nach drei Toren in drei Minuten durch Ondrej Kase (27.) sowie den überragenden Martin Necas (27.) und Kubalik (30.) schien das Match entschieden. Joel Eriksson Ek konnte noch einmal verkürzen (36.). Dann kam der große Auftritt von Lukas Sedlak. Der Stürmer vom Erstligisten Dynamo Pardubice schoss die Tschechen mit zwei Toren (46./54.) endgültig ins Finale.

Die Schweiz sah sich nach zwei Treffern gegen Kanada schon auf dem direkten Weg ins dritte WM-Finale nach 2013 und 2018. Kevin Fiala von den Los Angeles Kings (16.) und Nino Niederreiter (19.) waren für die Eidgenossen im ersten Drittel erfolgreich. Die bis dahin enttäuschenden Kanadier kamen erst im Mittelabschnitt richtig ins Spiel. Brandon Tanev sorgte nach 35 Minuten für den Anschluss.

Im Schlussdrittel rettete der starke Schweizer Torhüter Leonardo Genoni seine Mannschaft lange Zeit vor dem Ausgleich. Gegen den Schuss von John Tavares in der 58. Minute war er chancenlos. Im Penaltyschießen waren Fiala und Sven Andrighetto für die Eidgenossen erfolgreich. Für Kanada traf nur Connor Bedard.

© dpa-infocom, dpa:240525-99-161370/5

(dpa)
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