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Play-offs sicher, aber DEG verliert in Nürnberg

Eishockey : DEG verliert, bleibt aber Fünfte

Die Düsseldorfer Eishockeyprofis treffen in den Play-offs auf die Eisbären Berlin – und damit auf den künftigen Arbeitgeber von Mathias Niederberger.

Mathias Niederberger fuhr als Letzter vom Eis. Denn wie so oft musste der überragende Torhüter der Düsseldorfer EG hinterher wieder zum TV-Interview. Die 22. Niederlage im 52. Saisonspiel konnte Niederberger allerdings nicht verhindern, die DEG verlor bei den Nürnberg Ice Tigers mit 2:3 nach Verlängerung. Damit beendeten die Düsseldorfer die Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga auf Rang fünf und treffen im Viertelfinale ab dem 17. März auf die Eisbären Berlin. Was vor allem für Niederberger eine besondere Serie wird. Zwar fehlt die offizielle Bestätigung der Vereine oder gar von Niederberger selbst, aber es ist ein offenes Geheimnis, dass der Nationaltorhüter seinen Heimatverein im Sommer verlassen und sich den Berlinern anschließen wird.

32 gegnerische Schüsse
wehrte der 27-Jährige ab

Noch erfreuen sie sich bei der Düsseldorfer EG aber am Sohn des ehemaligen Meisterverteidigers Andreas Niederberger, auch an diesem Wochenende: Erst am Freitag beim 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen die Krefeld Pinguine, dann am Sonntag in Nürnberg, wo Niederberger einmal mehr der beste Spieler seiner Mannschaft war. 32 gegnerische Schüsse hatte der 27-Jährige abgewehrt, im letzten Drittel auch einen Penalty von Nürnbergs Topscorer Daniel Fischbuch.

Sein Gegenüber hatte da weniger Glück. Zwar machte auch Niklas Treutle kein schlechtes Spiel, fing sich in der elften Minute aber ein kurioses Tor: DEG-Topscorer Reid Gardiner hatte recht harmlos aufs Tor geschossen, Treutle wehrte ab, der Puck flog einem seiner Vorderleute gegen den Kopf und von dort ins Tor. Keine vier Minuten später stand es 0:2, was diesmal aber nichts mit Glück, sondern mit Präzision zu tun hatte: Johannes Johannesen erzielte mit einem feinen Schuss in den Winkel sein erstes Tor überhaupt für die DEG.

Lange hielt die Zwei-Tore-Führung aber nicht: Anfang des Mitteldrittels verkürzte Nürnbergs Kapitän Patrick Reimer auf 1:2, womit die Gastgeber natürlich längst nicht zufrieden waren und nun erst richtig Druck machten. Der Ausgleich durch Joachim Ramoser ließ aber dennoch bis in die vorletzte Minute auf sich warten. In der Verlängerung traf Reimer dann zum Sieg, was der DEG aber egal sein durfte. Sie blieb auf Rang fünf und spielt gegen Berlin.