Krefeld Pinguine: Zuckersüße Overtime-Punkte

Krefeld Pinguine : Zuckersüße Overtime-Punkte

Nach der unglücklichen Overtime-Niederlage gegen Berlin war dem Trainerfuchs Rick Adduono anzumerken, wie sehr es schmerzte, dass sein Team erneut nicht für den großen Einsatz belohnt worden war.

Krefeld. Nach der unglücklichen Overtime-Niederlage gegen Berlin war dem Trainerfuchs Rick Adduono anzumerken, wie sehr es schmerzte, dass sein Team erneut nicht für den großen Einsatz belohnt worden war. „Wenn es in der DEL eine Ein-Punkt-Regel gäbe, wäre wir Erster. Wir machen in fast jedem Spiel einen Punkt“, bilanzierte der 62-Jährige.

Tatsächlich haben die Krefeld Pinguine in dieser Spielzeit schon unglaubliche zwölf Partien (Ligarekord) nach 60 Minuten Remis gestaltet und dabei oft den großen Teams einen tollen Kampf geliefert. So ging es gegen München dreimal, gegen Wolfsburg und Berlin je zweimal und auch gegen Nürnberg schon einmal in die Extraschicht. Dass dabei meist der Gegner das bessere Ende für sich hatte, hinterließ bei vielen Spielern Spuren.

„Da steckt irgendwie in dieser Spielzeit bei uns der Wurm drin“, sagte Christoph Gawlik kopfschüttelnd bei einem TV-Interview nach dem Berlin-Spiel. Dabei hatte der 30-Jährige mit einer sehenswerten Direktabnahme erst die Verlängerung gegen Berlin erzwungen.

Als es am Dienstag in Wolfsburg auch schon wieder nach einem starken Auftritt in die Overtime ging, wollte man gar nicht mehr hinschauen. Doch nach sieben schmerzhaften Pleiten in Serie in den Verlängerungen konnte der KEV endlich einmal das Ruder zu seinen Gunsten herumreißen. Marcel Müller verwandelte den entscheidenden Penalty und sorgte somit für den umjubelten Extrapunkt.

Das sorgte vor dem NRW-Duell gegen die Iserlohn Roosters (Samstag, 30. Dezember, 19 Uhr) für den nötigen Rückenwind, den man unbedingt ausnutzen will, um die Lücke zu den Playoff-Rängen weiter zu schließen. Zudem möchte man erfolgreich Revanche gegen die Kampfhähne für die ersten beiden Saisonspiele nehmen, in denen die Sauerländer das bessere Ende für sich hatten.

Patrick Klein, der in Wolfsburg wieder eine großartige Leistung ablieferte und für Telekom-Moderator Basti Schwele aus Krefelder Sicht der Spieler des Spiels war, freute sich auch über den wichtigen Erfolg: „Ich bin sehr froh, dass wir es endlich mal geschafft haben, aus einer Overtime zwei Punkte mitzunehmen.“

Gegen die Roosters sollen es aus Sicht der Pinguine am besten gleich drei werden, damit der Playoff-Traum weiter befeuert wird. Dabei hatten vor dem letzten Wochenende zwei weitere Verletztenmeldungen für alles andere als gute Laune gesorgt. Anstatt eines Comebacks musste in Sachen Jordan Caron sogar vom einem langfristigen Ausfall berichtet werden. Der Kanadier musste überraschend am verletzten Arm erneut operiert werden und könnte frühestens im März, wenn die Playoffs erreicht werden, einsatzbereit sein.

„Wir hatten damit gerechnet, dass Jordan noch in diesem Jahr wieder spielen kann, doch eine Nachuntersuchung hat einen weiteren Eingriff notwendig gemacht. Das war ein harter Rückschlag für das gesamte Team“, so Sportdirektor Matthias Roos, der vor Weihnachten noch einen weiteren Schock verdauen musste. Auch der finnische Verteidiger Mikko Vainonen wird den Pinguinen bis Ende Januar fehlen. Gut nur, dass sich mit Patrick Seifert wenigstens ein Langzeitverletzter wieder gesund meldete.

Trotz des großen Verletzungspechs in der laufenden Hauptrunde glaubt Rick Adduono weiter an das Erreichen der Playoffs: „Mit Einsatz, Leidenschaft und Kampfkraft sowie unseren tollen Fans im Rücken ist alles möglich.“