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Zeugnis für die Pinguine: Note 1 für Duba, Müller und Pietta

Zeugnis für die Pinguine: Note 1 für Duba, Müller und Pietta

Das Ranking der Pinguine — ihre Bewertung und ihre Perspektiven.

Krefeld. Der Katzenjammer ist verflogen. Der ein oder andere mag noch ein wenig trauern. Darüber, das es vorbei ist mit dem Eishockey, womöglich auch darüber, das er das Gefühl nicht los wird, es hätte doch mehr drin sein müssen. In diesem Team, mit dieser Spielzeit. Ein Rückblick und ein Blick voraus.

Zeugnis für die Pinguine: Note 1 für Duba, Müller und Pietta
Foto: Dirk Jochmann

Der tschechische Goalie rettete seinem Team viele Punkte. Zu Beginn und Ende der Saison präsentierte er sich in Topform, war maßgeblich beteiligt, dass die Pre-Play-offs erreicht wurden.

Zeugnis für die Pinguine: Note 1 für Duba, Müller und Pietta
Foto: Dirk Jochmann

Prognose: Duba hat einen weiteren Schritt nach vorne gemacht, ist absoluter Leistungsträger.

Zeugnis für die Pinguine: Note 1 für Duba, Müller und Pietta
Foto: Dirk Jochmann

Wenn Klein im Tor stand, machte er seine Sache ordentlich. Im Saisonverlauf gab es nur wenig Möglichkeiten, dem Nachwuchsmann mehr Eiszeit zu gewähren. Für Klein persönlich war die Spielzeit bei sieben DEL-Einsätzen und nur vier in Duisburg frustrierend, aber durch das Training mit den Pinguinen lehrreich zugleich.

Prognose: Für den Ersatztorwart ist mehr Eiszeit für seine persönliche Entwicklung eine Grundvoraussetzung.

Auch St. Pierre weist in den Statistiken einen Sprung nach vorne auf und ist mit 29 Punkten viertbester Scorer seines Teams gewesen. Stabilster Pinguine-Verteidiger in dieser Saison.

Prognose: Sollte seinen Platz in der ersten Reihe sicher haben. Dann aber wohl mit einem anderen Partner als Fischer an seiner Seite.

Der beste Verteidiger der vorherigen DEL2-Saison hatte bis weit in die Spielzeit keinen einfachen Stand bei Adduono. Arbeitete sich dann aber ins Team und reduzierte seine Fehler. Steuerte zudem 13 Vorlagen bei und kam auf nur sechs Strafminuten.

Prognose: War zuletzt sehr präsent auf dem Eis, schien zur alten Stärke von der blauen Linie zurückzufinden. Das ist das, was von Weihager für die Zukunft erwartet wird.

Schoss nie mehr Tore und gab nie mehr Vorlagen in der DEL als in dieser Saison. Spielte bisweilen ohne körperliche Härte, kommt deshalb nur auf gute 20 Strafminuten. Mauserte sich zum Stammspieler.

Prognose: Machte einen großen Schritt nach vorn, scheint dabei noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen zu sein. Treffsicherster Verteidiger war er bereits diese Saison.

Hatte Schwierigkeiten in die Saison zu kommen und Adduono von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Verschaffte sich dann aber von Spiel zu Spiel mehr Eiszeit, weil er defensiv überzeugte mit seiner ruhigen Art.

Prognose: Hat zusammen mit Robin Weihager von den Verteidigern die beste Entwicklung genommen und könnte eine Stütze im Spiel der Pinguine werden.

Vom Verletzungspech verfolgt, war Meyers aber pünktlich zu den entscheidenden Spielen wieder fit, verlieh der Defensive mehr Stabilität. Jedoch immer für einen Stellungsfehler gut.

Prognose: Sein auslaufender Kontrakt kann, muss aber nicht zwingend verlängert werden.

Der von der Plus-Minus-Statistik beste Verteidiger war zum Ende der Hauptrunde und in den ersten beiden Play-off-Spielen gar nicht mehr gefragt. Für den größten DEL-Spieler ein bitterer Saisonausklang.

Prognose: Bleibt Adduono Trainer, wird es für Mebus schwer werden, sich einen der gesetzten Verteidigerplätze zu sichern.

Von einer Handverletzung gehandicapt konnte der US-Amerikaner lange nicht an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen. Ihm unterliefen mitunter spielentscheidende Puckverluste. Genoss unter Adduono trotzdem viel Eiszeit, auch weil er von den Verteidigern die beste Spieleröffnung hat.

Prognose: Muss beweisen, dass er ein Führungsspieler sein kann und will.

Von Adduono oft für seinen Einsatz gelobt, lief Hanusch im letzten Saisondrittel nur noch als Stürmer der vierten Reihe auf. Hängte sich trotz viel Frust bis zum Ende rein.

Prognose: Stürmer oder Verteidiger? Hanusch fiel auch diese Saison wieder seiner Flexibilität zum Opfer. Sich auf einer Position festzuspielen, würde Hanusch in seiner Entwicklung weiterhelfen.

Müller ist der Glücksgriff der laufenden Saison gewesen. Seine Technik und vor allem sein eiskalter Abschluss sind eine Augenweide. Zudem passte das Zusammenspiel mit Daniel Pietta perfekt. 19 Tore in nur 32 Hauptrundenspielen sprechen Bände.

Prognose: Sollte es den Verantwortlichen gelingen, ihn in Krefeld zu halten, würde der KEV eine ganz starke deutsche Fraktion besitzen und einen der besten Vollstrecker der Liga.

Wird dank der Unterzeichung eines Zehn-Jahres-Vertrags auf lange Zeit das Gesicht der Pinguine bleiben. War mit 59 Scorerpunkten mit Abstand erfolgreichster Spieler, zudem viertbester Scorer der Liga.

Prognose: Pietta hat einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und bewiesen, dass er einer der besten DEL-Spieler ist. Wird im kommenden Jahr der Kapitän sein.

Körperlich ist Sofron einfach der stärkste Spieler der Liga. Einzig seine 110 Strafminuten trüben das Bild einer starken Saison des Ungarn.

Prognose: Mit seiner Power auf dem Eis ein unheimlicher Gewinn für die Pinguine, die alles daran setzen werden, den Vertrag mit Sofron zu verlängern.

Erlebte keine einfache Saison mit vielen Versetzungen in unterschiedliche Reihen. Beklagte sich aber nicht und kam am Ende mit 24 Scorerpunkten — sein bester DEL-Wert.

Prognose: Wird ebenso wie Pietta weiter eines der wichtigen Gesichter der Pinguine sein und ist mit seinem unbändigen Willen unverzichtbar.

Zeigte in dieser Saison, wie viel Biss und Ehrgeiz in ihm steckt. Nicht zuletzt nach seinem Knöchelbruch quälte er sich fürs Comeback und war rechtzeitig zum Ende der Saison wieder da, um dem Team zu helfen.

Prognose: Driendl muss gehalten werden, um das gute Grundgerüst deutscher Spieler zu festigen.

Der Spieler mit dem größten Entwicklungssprung, der es dank seiner körperlichen Robustheit auch schnell zum Publikumsliebling brachte. Zudem mit guten 14 Scorerpunkten in der Hauptrunde.

Prognose: Mieszkowski hat noch viel zu lernen, gerade was seine Technik angeht. Dafür ist er körperlich enorm stark und hat auch den Willen, sich weiter bei den Pinguinen zu etablieren.

Als Kretschmann über Monate verletzt fehlte, litt vor allem das Unterzahlspiel der Pinguine. Zudem ist der Center der beste Beweis dafür, dass junge deutsche Spieler es bei Adduono doch schaffen können.

Prognose: Bildete zuletzt mit Hagos und Mieszkowski eine Reihe, die die Zukunft der Pinguine mitbestimmen könnte.

Bewies vor allem in den Play-off-Duellen gegen Wolfsburg, dass er als Zweikämpfer jeden Puck festmachen kann. Kam in zwölf Spielen auf sechs Scorerpunkte und spielte in der Reihe mit Kretschmann und Mieszkowski ganz stark.

Prognose: Ist ein steter Arbeiter, der verdient hat, sich in Krefeld weiter zu beweisen.

Der Kapitän wurde zum Ende der Saison von einer schweren Schulterverletzung gestoppt. Gerade zu dem Zeitpunkt, als er in Reihe eins mit Müller und Pietta seine besten Saisonleistungen zeigte.

Prognose: Die Mannschaft profitiert von der Erfahrung Vasiljevs, der dazu auch dem Trainer gegenüber immer seine Meinung offen äußert. Aufgrund seines Alters wird man dem Stürmer jedoch wohl höchstens einen Ein-Jahres-Vertrag anbieten.

War der Wunschspieler von Rick Adduono und konnte nur ansatzweise zeigen, warum er geholt wurde. Seine körperlichen Defizite konnten auch nicht von 21 Scorerpunkten kaschiert werden.

Prognose: Bleibt Adduono, ist die Chance, dass auch Beechey bleibt groß. Zweifellos könnte man seine Ausländerlizenz aber besser einsetzen.

Konnte die guten Leistungen aus dem Training im Spiel oft nicht abrufen, litt aber auch unter mangelnder Eiszeit.

Prognose: Bleibt der Trainer Adduono, wird es für Hauner in Krefeld wohl keine Zukunft geben.

Spielte immer nur dann eine Rolle in dieser Saison, wenn die Zahl der Verletzungen bei den Etablierten anstieg.

Prognose: Geht wohl den richtigen Weg, sich über die Spiele in Duisburg ans DEL-Team heranzuarbeiten.

Bringt in seiner zweiten Saison trotz 32 Scorerpunkten immer noch nicht die Konstanz aufs Eis, die die Verantwortlichen von ihm erwarten. Sorgte zudem zu oft mit unnötigen Strafen für Unterzahlspiele.

Prognose: Sein Abschied würde nicht verwundern.

Die größte Enttäuschung in dieser Saison. Der US-Amerikaner schien nie bereit, mehr als nur nötig aus sich herauszuholen. Und die von Adduono beschriebenen „magischen Hände“ Longs verloren ganz schnell ihren Glanz.

Prognose: Zuletzt noch nicht mal mehr im Training der Pinguine und auf der Suche nach einem neuen Verein.

Auf nur drei DEL-Spiele brachte es der Nachwuchsmann. Weder seine Trainingsleistung noch seine Spiele in Duisburg konnten Adduono überzeugen.

Prognose: Muss im Sommer wieder voll reinhauen, um eine neue Chance zu erhalten.