Wie die Pinguine von der Kooperation mit Frankfurt profitieren

Krefeld Pinguine : Die Pinguine-Löwen-Connection

Seit Mai arbeiten die beiden Eishockeyvereine aus Krefeld und Frankfurt eng zusammen. Ziel ist unter anderem die Talententwicklung.

Es ist für einige auch so etwas wie das Treffen mit alten Bekannten. Der Kooperationspartner Löwen Frankfurt ist derzeit zu Gast in Krefeld, absolviert zusammen mit den Pinguinen einige Trainingseinheiten auf dem Eis sowie zwei Testspiele am Freitag und Sonntag. In Franz-David Fritzmeier ist ein ehemaliger Pinguine-Spieler und -Trainer mittlerweile Sportdirektor und Headcoach bei den Hessen. Patrick Klein, Lukas Koziol und Max Faber haben ebenfalls allesamt eine Schwarz-Gelbe Vergangenheit und spielen nun in Frankfurt.

Mannschaft, Trainer und Verantwortliche verstehen sich gut – der Grundstein für eine erfolgreiche Kooperation. Seit Mai dieses Jahres herrscht diese, zuvor hatten beide Vereine bereits mit anderen Klubs zusammengearbeitet. Frankfurt mit den Kölner Haien, Krefeld mit den Teams aus Dresden und Herne. Mit dem Herner EV mussten die Pinguine brechen, da die neu angemeldete U23-Mannschaft der Krefelder ebenfalls in der Oberliga an den Start geht, Herne daher nun Konkurrent statt Partner ist. Das Nachwuchs-Team spielt aber auch in der Kooperation mit Frankfurt die zentrale Rolle. So können die vielen jungen Spieler nicht nur beim U23-Team Spielpraxis sammeln, sondern auch beim Zweitligisten und letztjährigem Vizemeister Frankfurt unter sehr guten Bedingungen trainieren und Profi-Luft schnuppern. Auf der Gegenseite können die Frankfurter ihren jungen Talenten bei der Krefelder U23-Mannschaft Einsatzzeit bieten. Eine Win-win-Situation, besonders für die jungen Akteure beider Mannschaften.

Vor dem gemeinsamen Training in dieser Woche waren die Frankfurter in einem Trainingslager im finnischen Hämeenlinna, die Krefelder Darren Mieszkowski und Tom Schmitz waren dabei. Fritzmeier sagt: „Das war eine sehr gute Woche mit überragenden Bedingungen. Die beiden Jungs haben sich sehr gut eingebracht.“ Das Pinguine-Duo sammelte in Testspielen gegen den finnischen Meister Hämeenlinnan Pallokerho sowie den KHL-Klub HK Sibir Nowosibirsk Spielpraxis auf absoluten Top-Level, Mieszkowski erzielte bei der 2:6-Niederlage gegen die Russen sogar einen Treffer. Trainer Brandon Reid: „Es ist für uns alle gut, Frankfurt kennenzulernen. Für die beiden war das Camp in Finnland eine großartige Erfahrung.“

Und auch in Frankfurt selber bahnt sich etwas an. So unterzeichneten die Löwen unlängst einen Vorvertrag mit der „Katz Group“, die eine neue Multifunktionsarena für 23.000 Zuschauer bauen will. Zunächst einmal arbeiten beide Teams derzeit aber an der Gegenwart. Nachdem die Krefelder in der letzten Woche vermehrt an Spielsystem und Struktur gearbeitet haben, stehen am Ende dieser Woche die ersten Testspiele gegen Frankfurt an. Am Freitag (19.30 Uhr) spielt die U23-Mannschhaft gegen die Löwen, Sonntag (14 Uhr) dann die Profis. Daniel Pietta, Chad Costello und Jeremy Welsh werden nicht zum Einsatz kommen. Welsh reiste am Mittwoch zur Hochzeit seiner Schwester nach Kanada, Costello soll sich ebenso wie Pietta schonen, der beim Training am Mittwoch einen Puck ins Gesicht bekam und mit mehreren Stichen genäht wurde. Auf seinem Instagram-Profil postete Pietta ein Bild, schrieb dazu humorvoll: „Wenn man mal wieder nicht gefrühstückt hat und den Puck fressen muss.“

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