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Trotz Krisenjahr: Fans sind Krefeld Pinguinen treu

Krefeld Pinguine : Fans sind Pinguinen im Krisenjahr treu

Trotz dürftiger Vorstellungen in der Yayla-Arena und den Querelen rund um den Gesellschafterstreit stimmt die Unterstützung der Anhänger bislang in dieser Saison.

Die Spielpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kommt für die Krefeld Pinguine zur rechten Zeit. Nach Wochen der Ungewissheit und des Bangens rund um die drohende Insolvenz des DEL-Gründungsmitgliedes dürften ein paar Tage Entspannung der Mannschaft, den Mitarbeitern und vor allem auch den Fans gut tun. Die monatelange Sorge um die Zukunft der Pinguine dürfte viele Anhänger Blut, Schweiß und Tränen gekostet haben. Nach den Querelen rund um einen neuen Mietvertrag für die Yayla-Arena im Jahr 2018 wurde 2019 durch die Streitigkeiten mit dem Ex-Gesellschafter Mikhail Ponomarev (Energy Consulting) die nächste emotionale Achterbahnfahrt hingelegt.

Hinzu kamen teilweise äußerst dürftige Leistungen auf dem Eis – besonders in den Heimspielen. Gerade einmal 21 Punkte aus 21 Partien in der Yayla-Arena konnte das Team von Trainer Pierre Beaulieu in dieser Saison holen. „Eine Katastrophe“, sagt Pinguine-Geschäftsführer und Sportdirektor Matthias Roos, der derzeit aus privaten Gründen in den USA weilt und erst in der kommenden Woche in Krefeld zurück erwartet wird. Und dennoch: Der Rückhalt der Fans stimmt. Im Zuschauerranking der DEL liegen die Krefelder mit im Schnitt 4 818 Besuchern pro Partie auf Platz acht. Der kalkulierte Schnitt von 4 500 Heimfans im Schnitt sollte trotz eines ausgewachsenen Krisenjahres definitiv erreicht werden. Im vergangenen Jahr kamen im Schnitt 4 814 Zuschauer zu Spielen der Schwarz-Gelben an die Westparkstraße. In den Jahren zuvor waren es deutlich weniger (2017/18: 4185, 2016/17: 4366, 2015/16: 4520). Zum Vergleich: Den höchsten Zuschauerschnitt verzeichneten die Pinguine in der 2004 eröffneten Eisarena an der Westparkstraße in der Spielzeit 2013/14, als durchschnittlich 5740 Fans ihr Team bei den Heimspielen sehen wollten.

Fünf Heimspiele stehen in der Hauptrunde noch aus

Zahlen, die die Pinguine auch in Zukunft wieder anstreben wollen. Viel dürfte sich aber am aktuellen Schnitt mit Blick auf die abschließenden Partien nicht mehr tun. In den fünf verbleibenden Heimspielen der Hauptrunde sind noch Berlin, Schwenningen, Straubing, Nürnberg und München in Krefeld zu Gast. Das Heimspiel gegen die Wild Wings findet am 19. Februar und damit unter der Woche statt. Möglicherweise wird der bisherige Minusrekord der aktuellen Saison – 3076 Besucher am 11. Dezember gegen Bremerhaven und gleichzeitig das letzte Spiel von Trainer Brandon Reid – dann noch unterboten.

Hinzu kommen mit den Spielen gegen Straubing, Nürnberg und München auch noch drei Partien, die an einem Sonntag ausgetragen werden. Die Chance auf ein Spiel am traditionellen Eishockey-Freitag gibt es nur noch am 14. Februar beim Spiel gegen die Eisbären Berlin.

Dennoch stimmt die Unterstützung von den Rängen. Das Heimspiel gegen die DEG (1. November, 8029 Zuschauer) war die erste ausverkaufte Partie an der Westparkstraße seit März 2013.

Zuletzt waren zu den Hochzeiten des Gesellschafterstreits trotzdem 7147 Zuschauer zum Derby gegen die Kölner Haie erschienen – und wurden belohnt. 8:2 lautete der Endstand. Auch wenn eine mögliche Teilnahme an den Pre-Play-offs noch möglich ist, dürfte am 8. März mit dem Heimspiel gegen München aber Schluss sein für die Pinguine in dieser Saison.