Top-Stürmer aus Krefeld

Top-Stürmer aus Krefeld

Courchaine, Clark, Pietta — die erste Reihe der Pinguine ist zur Halbzeit der DEL-Hauptrunde die beste der Liga.

Krefeld. Clark, Pietta, Courchaine — diese Namen können die Statistiker in der Deutschen Eishockey-Liga längst auswendig schreiben. Die Vorzeige-Sturmreihe der Pinguine hat mit 37 fast die Hälfte aller 80 KEV-Tore erzielt.

Und dies so harmonisch im Terzett, dass Kevin Clark, Daniel Pietta und Adam Courchaine zur Halbzeit der DEL-Hauptrunde die Treppchenplätze in der Scorerliste besetzen.

Nummer eins ist Linksaußen Courchaine mit 34 Zählern (zehn Tore, 24 Vorlagen), es folgen Rechtsaußen Clark mit 32 (15 und 17) sowie Mittelstürmer Pietta mit 31 (zwölf und 19).

Damit ist das Trio die derzeit „heißeste“ Formation der Liga. Und zumindest zur Halbzeit auf den Spuren des letzten Pinguine-Dreifachsieges aus dem Jahr 2001/2002. Damals waren Brad Purdie, Christoph Brandner und Jeff Christian nach allerdings 52 Spielen die drei besten Torschützen der Liga.

Auch wenn erst die Hälfte der Hauptrunde absolviert ist, die im Sport so beliebten Statistiken sprechen für sich. Jeweils mehr als 30 Punkte in 26 Begegnungen — das ist schon eine Hausnummer.

„Wir machen in fast jedem Spiel mindestens ein Tor“, gibt sich Daniel Pietta zurückhaltend. Zuverlässig punkten, immer mindestens ein Tor beisteuern — das ist es, was die Trainer von ihren Paradereihen erwarten. Das KEV-Trio kommt auf 1,4 Treffer je Spiel.

Kein Wunder, dass Pinguine-Coach Rick Adduono zufrieden lächelt, wenn er über das Trio spricht. „Bei denen stimmt die Chemie. Sie haben gutes Tempo und können Tore schießen.“

Dies war zumindest bei Adam Courchaine unstrittig, schoss der Kanadier doch in seinem ersten DEL-Jahr schon 28 Tore für Duisburg. Auf deren 17 brachte es auch schon einmal Daniel Pietta.

Überraschend dagegen die Kaltschnäuzigkeit von Kevin Clark, der jetzt mit seinen 15 Toren bereits drei Mal mehr getroffen hat als in seinem bisher besten Profijahr in 72 Spielen.

Auch optisch lässt der erste Eindruck stutzen. Pietta ist mit 1,84 Metern — einem Eishockey-Durchschnittsmaß — der deutlich Kräftigste des Trios. Der Kanadier Kevin Clark (1,75 Meter) ist zwar einsatzfreudig, im Eishockey-Deutsch indes eher ein „Giftzwerg“. Aber: Alle drei sind läuferisch stark, schaffen sich so die Freiräume, die Technik und Torinstinkt brauchen. Spielverständnis und spielerische Qualität passen bei dem Trio.

Pietta, immer wieder als Talent hochgelobt, führt als Mittelstürmer klug die beiden Außenspieler und sichert die Torjäger konsequent nach hinten ab. Courchaine, ein typischer Torjäger mit knallhartem Schuss, schlägt lieber aus dem Hintergrund zu.

Da ist viel Raum für Kevin Clark. Dem liegt es sichtlich, als kleiner, wuselnder Nervtöter für den Wirbel bei den Gegnern zu sorgen, den seine beiden Kollegen nur zu gern nutzen. Wie sagte doch Daniel Pietta: „Uns macht es Spaß.“ Den Fans auch.

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