DEL : Statistik macht den Pinguinen Mut

Nach dem Duell mit den Fischtown Pinguins Bremerhaven (0:2) steht am Donnerstag direkt das nächste Kräftemessen mit dem Angstgegner an.

Man könnte meinen, der Spielplan der Deutschen Eishockey Liga (DEL) meint es nicht gut mit den Krefeld Pinguinen. Denn nach dem Duell mit den Fischtown Pinguins Bremerhaven (0:2) steht am Donnerstag direkt das nächste Kräftemessen mit dem Angstgegner an. 16 Liga-Spiele in Folge haben die Krefelder in diesem Aufeinandertreffen jetzt bereits nicht gewonnen. Dabei gibt gerade die letzte Niederlage eigentlich Mut zur Hoffnung. Denn trotz der sechsten Niederlage in dieser Saison zeigten die Pinguine zumindest über weite Strecken der Partie, wie sie erfolgreich sein könnten.

Postel, Niederberger und Kuhnekath zeigen sich

Zum ersten Mal in dieser Saison überzeugte das Gros der Kaderspieler. Angefangen bei Sergei Belov im Tor, der sich stark verbessert gegenüber seiner schwachen Leistung im Heimspiel gegen die Kölner Haie (2:7) zeigte. In der Defensive hielten sich Constantin Braun und Co. konsequent an den Matchplan und offensiv hatte neben der Paraderade vor allem das Trio Niklas Postel, Leon Niederberger und Philipp Kuhnekath gute Szenen. Einzig die Belohnung blieb an diesem Tag aus. Die Chancen dazu waren da, die größte vergab Kuhnekath. Wie so oft in dieser Saison. Den Pinguinen fehlt vor dem gegnerischen Tor nicht nur das letzte Quäntchen Glück, sondern ein Stück weit auch die Qualität. Doch ohne eine bessere Trefferquote – kein Team in der DEL hat aktuell weniger Tore erzielt als die Pinguine – wird es vor dem gegnerischen Tor nicht funktionieren. Hinzu kam gegen Bremerhaven erneut ein Gegentreffer in Unterzahl. Das Unterzahlspiel der Schwarz-Gelben ist das zweitschlechteste der Liga.

Dass Cheftrainer Mihails Svarinskis sich gegen Bremerhaven dazu entschied, neben den angschlagenen Christian Bull und Artur Tyanulin mit Nikita Shatsky noch einen weiteren Kontingentspieler außen vor zu lassen, obwohl dieser nicht verletzt war, zeigt, wie unzufrieden der Lette mit seinen Importspielern teilweise ist. Vor Shatsky musste bereits Ivan Petrakov eine Bedenkpartie auf der Tribüne absitzen. Doch die Strafe zeigte Wirkung. Gegen Bremerhaven lieferte der russische Center eins seiner besseren Spiele im Dress der Krefeld Pinguine ab. Im direkten Vergleich der Reihen lieferten die Stürmer um Petrakov (Vinny Saponari, Filips Buncis) bei fünf gegen fünf auf dem Eis bei eine Schussquote von 80 Prozent – wenn die Reihe auf dem Eis stand, hatten die Krefelder acht Torschüsse, Bremerhaven nur zwei Torschüsse. Ein Top-Wert, an den die weiteren Pinguine-Reihen aber nicht heranreichen konnten. Am Ende standen beide Teams bei 52 Schüssen, die Pinguine zielten jedoch 31-mal aufs Tor, Bremerhaven „nur“ 29-mal. Statistiken, für die es am Ende keine Punkte gibt, die jedoch zeigen, die Pinguine sind auf dem richtigen Weg.