1. Sport
  2. Eishockey
  3. Krefeld Pinguine

Spiel gegen Wolfsburg: Ein echter Appetit-Happen

Spiel gegen Wolfsburg: Ein echter Appetit-Happen

Der Hauptrunden-Abschluss war die Generalprobe für die Pre-Play-offs — das 1:2 schmerzt nicht sonderlich.

Krefeld. Das war ein echter Vorgeschmack auf die Play-offs, was die Krefeld Pinguine und die Grizzly Adams Wolfsburg am Sonntag, dem letzten Spieltag der Hauptrunde, vor 6309 Zuschauern im König-Palast zeigten. Die Niedersachsen siegten zwar mit 2:1, den Krefeldern bietet sich jedoch ab Mittwoch die Chance zur Revanche. Denn die Pre-Play-off-Serie führt beide Teams wieder ins direkte Duell. Das Team von Trainer Pavel Gross geht als Siebter über die Ziellinie, die Pinguine auf Rang zehn. Mittwoch, Freitag und eventuell Sonntag spielen beide Mannschaften um einen der beiden letzten Play-off-Plätze.

Schaut man sich die Saisonvorbereitung der Pinguine an, könnte man meinen, die Verantwortlichen hätten auf dieses Duell gesetzt. Gegen kein Team spielten sie öfter. Schon in der Vorbereitung trafen beide Teams aufeinander. Einem 3:1-Sieg des KEV folgte eine 2:3-Niederlage. In der Hauptrunde setzten sich die engen Spiele zwischen den Teams mit einer Ausnahme fort: das 0:6 der Pinguine.

Dass der Stachel dieser Pleite am Sonntag noch tief saß, war von Beginn an zu sehen. Beide Teams spielten mit offenem Visier, scheuten keinen Zweikampf — 33 Strafminuten immerhin. Ein Aspekt des Spiels, auf den sich die Pinguine in dem Duell einstellen müssen. Vermutlich wird dabei aber Matthew Dzieduszycki zumindest im ersten Spiel fehlen. Der Stürmer kassierte nach einem Kniecheck gegen Yared Hagos eine Spieldauerdisziplinarstrafe, die den DEL-Disziplinarausschuss heute beschäftigen wird.

Doch ob mit oder ohne Dzieduszycki — die Wolfsburger verfügen über reichlich Offensiv-Potenzial. Wie aber auch die Pinguine. Und so kreierten beide Teams zumindest 40 Minuten lang Großchancen im Minutentakt. Dabei traf Sonnenburg ebenso in Überzahl wie Likens für die Gäste. Es war der zwölfte Überzahltreffer des besten Powerplays der Liga in vier Duellen mit dem KEV.

Zudem dürfte die körperliche Frische bei diesem Duell entscheidend werden. So war es auch Sonntag. Nach 40 Minuten nahmen beide Teams einen Gang raus, die Gäste jedoch nutzten ihre Chance zum 2:1 durch Sebastian Furchner konsequent. Beim Tor war Tomas Duba, der eine starke Leistung ablieferte, chancenlos. Der Krefelder Goalie befindet sich derzeit in Topform. Die Geburt seines zweiten Kindes soll heute im Krankenhaus in Kaiserswerth eingeleitet werden. Dann kann er noch befreiter aufspielen — und womöglich am Ende in diesem engen Duell das entscheidende Zünglein an der Waage sein.