Sparkonzept beim KEV – SWK springen nicht in die Bresche

Sparkonzept beim KEV – SWK springen nicht in die Bresche

Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Schulz sagt, man habe für diese Situation vorgesorgt.

Krefeld. Nach der morgendlichen Trainingseinheit wartete am Dienstag einewillkommene Abwechslung auf die Spieler der Krefeld Pinguine. Es ging nachTönisvorst in die Halle zum Segway-Fahren. "Das hat Riesenspaß gemacht", sagteTorhüter Danijel Kovacic.

Am Mittwoch schon warten die nächsten Trainingseinheiten aufdie Eishockeyspieler, bevor am Wochenende in Iserlohn ein Testspiel-Dreierpackim Rahmen der Vorbereitung auf die Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL)ansteht. Die Mannschaft konzentriert sich ganz aufs Sportliche.

Dahergilt die volle Konzentration dem Sport, die Nebengeräusche der vergangenen Woche(Finanzprobleme, Rücktritt des Geschäftsführers, Rückzug des Hauptsponsors)werden von den meisten Akteuren bewusst beiseite geschoben. "Wer weiß schon, washinter den Kulissen läuft. Das wird sich alles regeln. Ich glaube, wir habengute Leute, die wissen, was zu tun ist. Unser Ziel ist es, gut in die Saison zustarten, damit die Halle wieder voll wird. Und ich denke, dass das auchfunktionieren wird", sagte Kovacic.

Auch Patrick Hager konzentriert sich aufdas Wesentliche. "Das Theater wird doch außerhalb gemacht. Wir haben dasVertrauen in die Gesellschafter, dass alles geklärt wird. Ich gehe davon aus,dass die Saison gesichert ist. Wir konzentrieren uns ganz aufs Sportliche undversuchen einen Superstart zu erwischen", sagte der Nationalspieler.

Eingelungener Saisonauftakt dürfte in der Tat richtungsweisend sein und dieArbeit der Gesellschafter einfacher machen. Denn die haben noch einigeBaustellen abzuarbeiten. Nach dem Rücktritt von Geschäftsführer Wolfgang Schäfermüsse erst einmal eine Bestandsaufnahme vorgenommen werden, sagteAufsichtsratsmitglied Wolfgang Schulz.

"Wir sind dabei, die Situationaufzuarbeiten", so Schulz. Dazu gehört auch die Besetzung desGeschäftsführerpostens. "Wir haben am Montag zusammengesessen, diverse Ideendurchdacht und Lösungsvorschläge gesucht. Vielleicht gibt es schon Donnerstagund Freitag die ersten Gespräche."

Die größte Baustelle dürfte zweifellos der Rückzug desbisherigen Hauptsponsors RWE sein, der sich sein Engagement rund 650.000 Eurokosten ließ und auch nicht mehr als Co-Sponsor mit einem reduzierten Betrag zurVerfügung steht. "Dieses Loch werden wir auffangen", sagte Wolfgang Schulz, "imGrunde haben wir vorgesorgt und damit schon vor zwei Jahren angefangen, indemwir begonnen haben, den Kader vermehrt mit jungen deutschen Spieler aufzufüllen,um so teure Importe zu vermeiden."

Um rund 300- bis 400.000 Euro, kündigte Schulzan, werde der Gesamtetat (bislang rund vier Millionen Euro) reduziert. Dass dieStadtwerke Krefeld (SWK) nach dem RWE-Rückzug in die Bresche springen, mitihrem Namenszug aufs Trikot gehen und damit ihre finanzielle Zuwendung erhöhen,ist ausgeschlossen. Die Vereinbarung mit den Pinguinen bleibe unverändert. Zwarspielte die Mannschaft in den Testspielen zuletzt in Köln mit dem SWK-Schriftzugauf dem Dress, doch dies seinen lediglich die Aufwärmtrikots und das ein Teildes Sponsorenvertrags gewesen, so die SWK.

Die Suche nach neuen Geldgeberngeht also weiter. Davon unabhängig seien auch die Fans gefordert. "Bei einemDurchschnitt von 3200 Zuschauer pro Spiel ist Eishockey in Krefeld nicht zuhalten. Es müssen im Schnitt rund 4000 kommen", so Schulz. Da ist ein gelungenerStart in der Tat (über)-lebenswichtig.

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