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Sekunden-Schlaf bringt Krefeld Pinguine in Not - 0:7-Pleite gegen Köln

DEL : 15-Sekunden-Schlaf bringt Pinguine in Not

Die Krefeld Pinguine haben in der DEL eine 0:7-Heimniederlage gegen die Kölner Haie kassiert.

Die Freude über den ersten Saisonsieg in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) für die Krefeld Pinguine ist verflogen. Nach dem 6:3-Sieg am vergangenen Freitag in Iserlohn kassierte das Team von Interimstrainer Boris Blank am Sonntagabend gegen die Kölner Haie eine 0:7-Klatsche. Für die Pinguine war es die zehnte Niederlage im elften Saisonspiel. Die Euphorie wurde nach dem schwachen Auftritt in der Yayla-Arena gegen Köln deutlich gebremst. Am Rande des Spiels wurde bekannt, dass die russische Sportjournalistin Maria Bass neue Marketingleiterin für internationale Kommunikation bei den Krefeld Pinguinen werden soll. Noch in dieser Woche wollen die Pinguine ihre neue Mitarbeiterin vorstellen. Die Suche nach einem neuen Cheftrainer läuft ebenfalls auf Hochtouren. Voraussichtlich am Montag will Geschäftsführer Sergej Saveljev Informationen zu möglichen Kandidaten geben.

Boris Blank vertraute gegen die Haie der siegreichen Formation aus dem Iserlohn-Spiel. Nach ausgeglichenem Beginn mit besseren Offensivaktionen für die Hausherren nahm das Spiel innerhalb von 15 Sekunden jedoch eine bittere Wende aus Sicht der Krefelder. James Sheppard brachte die Kölner nach schönem Zuspiel von Ex-Pinguin Marcel Müller nach 8:26 Minuten in Führung. 15 Sekunden später lag die Hartgummischeibe dann schon wieder im Kasten von Pinguine-Torhüter Sergei Belov. Marcel Barinka hatte abgestaubt. Diese beiden Treffer hatten ihre Wirkung nicht verfehlt, das Team von Trainer Boris Blank, der auf der Trainerbank erneut von Sportdirektor Sergej Saveljev unterstützt wurde, wirkte verunsichert. Der selbstbewusste Start der Schwarz-Gelben war dahin, die Haie gingen mit dem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine.

Nikita Quapp kommt zu
seinem dritten Saisoneinsatz

Und auch im Mittelabschnitt gaben die Gäste den Ton an und legten einen Blitzstart hin. Erneut war es Sheppard, der im Powerplay relativ ungehindert aus kurzer Distanz einschießen konnte. 41 Sekunden waren da gerade im Mittelabschnitt absolviert. Die Vorentscheidung besorgte dann Jon Matsumoto, der 69 Sekunden nach dem 3:0 mit einem perfekten Abschluss in Winkel den vierten Kölner Treffer folgen ließ. Weitaus weniger spektakulär traf dann auch noch Pascal Zerressen von der Blauen Linie zum 0:5 aus Sicht der Pinguine (32.), die im Mittelabschnitt deutlich unterlegen waren. Nikita Quapp kam dann für den glücklosen Belov in den Kasten und somit zu seinem dritten Saisonspiel. Im Schlussdrittel war er bei einem Abschluss von Dominik Tiffels machtlos – 0:6 (48.). Sheppard machte dann zwei Minuten vor Schluss mit seinem dritten Treffer an diesem Abend alles klar.