Saisoneröffnung der Krefeld Pinguine

Eishockey : Pinguine-Fans hoffen auf die Play-offs

Mehrere hundert Anhänger feiern bei der traditionellen Saioneröffnung rund um die Yayla-Arena.

Den Einzug in die Eishockey-Play-offs zu verpassen, ist gelinde gesagt nicht schön. Zum einen weil es im Profisport die Titel erst dort zu gewinnen gibt, zum anderen weil die Saison dann ziemlich früh zu Ende ist und die ohnehin schon lange Sommerpause noch einmal um ein paar Wochen verlängert wird. Ob die Krefeld Pinguine in dieser Saison einen Titel gewinnen, bleibt abzuwarten, doch zumindest das Problem mit der langen Sommerpause hat sich ab diesem Wochenende erledigt. Knapp sechs Wochen vor dem ersten Pflichtspiel haben sie am Samstag zur traditionellen Saisoneröffnung auf das Gelände rund um die Yayla-Arena geladen.

Im Stil eines Familienfestes feierten mehrere hundert Fans bei gutem Wetter den Start in die neue Eiszeit. Mannschaft und Trainer stellten sich vor, zeigten bei der Skill-Challenge erstmals in dieser Saison ihr Können auf dem Eis. Den Pinguine-Anhängern gefiel es, die Euphorie ist trotz vier Jahren ohne Play-offs mal wieder groß. Einige schauten bereits vormittags vorbei und lernten dort auch die neue U23-Mannschaft der Krefelder kennen. Bevor sich auch die Profis vorstellten, ging es nachmittags ins Innere der Yayla-Arena. Schon im letzten Jahr setzten die Pinguine auf eine Skill-Challenge, bei der auch diesmal die Spieler mit dem härtesten Schuss, den schnellsten Beinen oder der besten Genauigkeit ermittelt wurden.

Stadionsprecher Kristian Peters-Lach führte durch den Wettbewerb, der bei den Fans ankam. „Das ist für die Saisoneröffnung eine gute Sache und besser als ein normales Testspiel“, empfand Marin Küppers. Auch Gabi Thieme sah die Challenge positiv, war in erster Linie aber froh, „dass es endlich wieder losgeht“. Die Fans blicken erwartungsvoll und mit Vorfreude auf die neue Saison. Viele von ihnen sahen im letzten Jahr einen Aufwärtstrend, der in der kommenden Spielzeit in den Play-offs münden soll. Christian Kannen war wie viele mit der Familie bei der Saisoneröffnung. Er und seine kleine Tochter seien bereits „heiß auf die neue Saison“, sagt Kannen und meint: „Die Euphorie ist schon da, aber wir wollen mal abwarten, wo die Reise hinführt. Ich glaube, die Mannschaft an sich ist stabil, die Neuzugänge gut. Mal gucken, wie es harmoniert.“

Wie schon in den vergangenen beiden Jahren war die Saisoneröffnung die erste Möglichkeit, sich die Gesichter der Neuzugänge einzuprägen. Ein Großteil befindet sich erst seit gut einer Woche in Krefeld, für die Fans einmal mehr eine Herausforderung. Anders als im vergangenen Jahr trugen die Spieler diesmal bereits ihre Trikots mit Nummern und Namen, der Helm wurde auf die Seite gelegt. „Die Eingewöhnung beginnt jetzt“, sagt Küppers: „Nach den Testspielen wird das schon funktionieren.“ Bei Thieme sitzt der ein oder andere Name bereits, sie war bereits im Internet unterwegs und machte sich da ein Bild von den Zugängen. Ob ein neuer Jacob Berglund dabei ist, der in letzten Saison bester Torjäger der Liga wurde? „Schwierig zu sagen, aber die Mannschaft an sich muss sich noch einmal steigern“, sagt Peter Rozanski. Auch er wünscht sich, „dass es endlich mal wieder hinhaut“. Die Erwartung ist bei allen Fans gleich. Kannen: „Das Ziel sind die Play-offs.“

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