Proskuryakov feiet ersten Sieg mit den Krefeld Pinguinen

Eishockey: Proskuryakov feiet ersten Sieg mit den Krefeld Pinguinen

Der russische Pinguine-Torhüter feiert seinen ersten Sieg – und dann ohne Gegentor. Selbstvertrauen gab die frühe Führung der Krefeld Pinguine.

Shutout für Ilya Proskuryakov! Der Russe lässt am Freitagabend beim 2:0-Heimsieg gegen die Nürnberg Ice Tigers keinen Gegentreffer zu. Philipp Kuhnekath und Greger Hanson erzielen die Treffer für die Schwarz-Gelben. 26 Schüsse gaben die Gäste aus dem Frankenland auf das Tor der Pinguine ab. Keinen einzigen davon musste Proskuryakov passieren lassen. Im vierten Einsatz war es für den 31-jährigen Torhüter gleichzeitig der erste Sieg. Dank einer überzeugenden Defensivleistung der Pinguine, die viele Schüsse blockten und den Weg bereiteten, dass Proskuryakov fast immer eine freie Sicht auf den Puck hatte, feierten die Krefelder das erste Saisonspiel ohne Gegentor.

Phillip Kuhnekath erzielt die Führung für die Pinguine

Die erste Großchance hatten die Ice Tigers nach 30 Sekunden – Patrik Reimer zog freistehend ab, doch Proskuryakov reagierte glänzend. Von Minute zu Minute konnten sich die Schwarz-Gelben steigern. Selbstvertrauen gab die frühe Führung durch Phillip Kuhnekath. Der 21-jährige stand völlig frei am langen Pfosten, konnte den Pass von Tim Miller annehmen und ins Netz schießen (5.).

Die Pinguine störten den Spielaufbau der Nürnberger immer wieder früh, konnten dadurch einige Abspielfehler erzwingen. Doch bis zur ersten Pause gelang gegen den nicht immer sicher wirkenden Torhüter Andreas Jenike kein weiterer Treffer.

Im zweiten Drittel kontrollierten die Pinguine weiter die Begegnung. Die größte Chance zum zweiten Treffer vergaben sie, als sie für 32 Sekunden mit zwei Spielern mehr auf dem Eis standen, aber nur ein Schuss von Martin Lefebvre, den Jenike parierte, sprang dabei heraus (32.). Die Ice Tigers kamen fast ausschließlich zu harmlosen Distanzschüssen, die Proskuryakov ohne Mühe parierte. Chancen ergaben sich für die Gäste nur, wenn die Pinguine sich Fehler leisteten. Wie Kirill Kabanov, als Leo Pföderl einen Pass des Russen abfing, jedoch im Anschluss an Proskuryakov scheiterte (32.). Aus einem Missverständnis zwischen Miller und Hanson entsprang die größte Möglichkeit für die Franken, Marcus Weber schoss die Scheibe jedoch über das Krefelder Tor (37.).

Greger Hansons Tor zum 2:0 – eines der kuriosen Art

Glücklich fiel das zweite Krefelder Tor. Hanson brachte die Scheibe fast aus der Bandenecke auf das Tor und erwischte Jenike auf dem falschen Fuß. Damit war auch die dritte Reihe um Miller für den zweiten Torerfolg verantwortlich (46.). Nur Sekunden später rettete Proskuryakov spektakulär, hatte in der Schlussminute auch das nötige Glück auf seiner Seite, als ein abgefälschter Schuss Zentimeter neben dem Pfosten landete. Am Sonntag (14 Uhr) treten die Pinguine bei den heimstarken Augsburger Panthern an – mit Samson Mahbod. „Ich gehe davon aus, dass ich spiele“ sagte der Neuzugang. Dazu passt, dass der Name Mahbod auch auf der Hotelliste der Pinguine für das Auswärtsspiel in der Fuggerstadt steht.

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