Pinguine-Wolfsburg: Eine fast perfekte Ausbeute

Pinguine-Wolfsburg: Eine fast perfekte Ausbeute

Die Pinguine gewinnen mit dem 2:1 gegen Wolfsburg auch das zweite Spiel des Wochenendes.

Krefeld. Die Spieler der Krefeld Pinguine feierten am Sonntag ausgelassen den 2:1-Erfolg gegen die Grizzly Adams Wolfsburg. Da störte es auch keinen, dass man sich über die gesamte Spieldauer sehr schwer getan hatte, ehe der Arbeitssieg gegen den Tabellenvorletzten der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in trockenen Tüchern war.

Immerhin hatten die Pinguine nach langer Zeit mal wieder zwei Siege an einem Wochenende einfahren können, auch wenn es nur zu fünf statt der möglichen sechs Punkte gereicht hatte.

Getrübt wurde die Freude allerdings durch die Nachricht aus Berlin, die bei der DEL ein Ermittlungsverfahren gegen Boris Blank anstrengen wollen, weil dieser NHL-Star Claude Giroux durch einen Ellbogencheck verletzt haben soll.

Giroux konnte nicht weiterspielen und soll sich eine Stauchung der Hals-Wirbel-Säule zugezogen haben. „Ich verstehe das nicht. Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich ihn überhaupt berührt habe“, sagt Boris Blank, der seit Wochen einer der beständigsten Akteure im Team von Coach Rick Adduono ist und nicht von ungefähr die interne Scorerliste anführt.

Auch am Sonntag war der 34-Jährige wieder maßgeblich daran beteiligt, dass die Schwarz-Gelben die Begegnung nach dem 0:1-Rückstand durch den Treffer von Furchner (11.) noch drehen konnten.

Gemeinsam mit Herberts Vasiljevs bereitete Blank den 1:1-Ausgleich durch Andy Driendl vor, der den Wolfsburger Goalie Vogl seitlich hinter dem Tor stehend anschoss, so dass die Scheibe unter dem Torhüter hindurch ins Netz trudelte (37.). „Andy wurde nach der Verletzung von Daniel Pietta ins kalte Wasser geworfen. Aber er macht seine Sache in der ersten Reihe hervorragend. Er arbeitet hart, ist defensiv sehr stark und außerdem trifft er auch noch“, lobt Blank seinen Mitspieler.

In einer keinesfalls spielerisch hochklassigen Partie erzwangen die Gastgeber die Entscheidung ausgerechnet im Powerplay. Und schon jetzt scheint sich die Verpflichtung von Adam Courchaine auszuzahlen.

In Berlin war der jüngste Zugang schon am 4:3-Siegtreffer beteiligt, am Sonntag erzielte der Kanadier in seinem zweiten Einsatz für die Krefelder das entscheidende Tor mit einem platzierten Schuss aus spitzem Winkel selbst (52.). „Wir wollten diesen Heimsieg unbedingt. Und das hat man gerade im letzten Drittel deutlich gesehen“, sagt Coach Adduono, der hofft, dass nun auch auf eigenem Eis der Bann gebrochen ist.

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