Krefeld Pinguine: Pinguine vs. Köln: Das Duell der beiden Besten

Krefeld Pinguine: Pinguine vs. Köln: Das Duell der beiden Besten

Beim Rhein-Derby am Freitag in Köln treffen Daniel Pietta und Hai-Torhüter Gustaf Wesslau aufeinander.

Krefeld. Torhüter Patrick Galbraith ruft ein freundliches: „Hallo“. Tim Hambly hält’s etwas kürzer: „Hi“. Der Arbeitstag ist geschafft und die Profis der Krefeld Pinguine kehren dem König-Palast den Rücken Richtung Parkplatz. Nach und nach besteigen die Pinguine ihre Autos nach gut 90 Minuten Training. Dann kommen Marcel Müller und Steve Hanusch aus dem Bauch des König-Palast. Als Betreuer Christian Menningen den Türstopper entfernt, die Tür schließt und ins Auto steigt, sollte man meinen — alles erledigt, Kabine nun leer gefegt.

Doch einer ist immer noch da. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Daniel Pietta der Letzte ist, der aus der Kabine geht. Aber Freitag lässt sich der 29-Jährige auch für seine Verhältnisse viel Zeit.

Der gute Saisonstart ist Pietta anzumerken. Er ist entspannt, macht sich keinen Druck und weiß nur zu genau, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Sechs Scorerpunkte, davon zwei Tore und vier Vorlagen, hat Pietta nach zwei Spielen auf dem Konto. Platz eins in der Mannschaft — Platz eins in der Deutschen Eishockey Liga.

Im Rhein-Derby Freitag in Köln (19.30 Uhr) ist seine Klasse umso mehr gefragt. Denn im Tor der Domstädter steht kein Geringerer als Gustaf Wesslau. Die aktuelle Nummer eins der Torhüter in der DEL. Nur einen Treffer hat der Schwede in zwei Spielen zugelassen und sogar selbst als Torwart schon einen Treffer vorbereitet. Pietta sagt: „Er ist ein starker Torhüter. Wir müssen für viel Verkehr vor dem Tor sorgen und ihm die Sicht nehmen. Ein einfacher Schuss bei freier Sicht reicht bei einem Torwart seiner Klasse nicht.“

Mit nur einem Gegentor stehen die Kölner punktgleich mit den Eisbären Berlin an der Tabellenspitze. Auf einen 3:1-Sieg gegen Meister München folgte ein 2:0-Sieg bei den Adler Mannheim.

Doch auch die Pinguine reisen dank ihrer vier Punkte aus den ersten beiden Spielen mit viel Selbstvertrauen im Gepäck in die Lanxess Arena. Die Offensive rund um Pietta funktioniert, bei der 3:4-Niederlage gegen Augsburg offenbarten sich aber in der Rückwärtsbewegung einige Schwächen. Pietta sagt: „Zwei auf eins-Situationen dürfen wir Köln nicht bieten, die nutzen sie eiskalt aus.“

Trainer Franz Fritzmeier bezeichnet den Kader der Haie als den „besten in den vergangenen zehn Jahren“. Und mahnt, in der Domstadt nicht so leichtsinnig zu agieren wie zum Auftakt. Fritzmeier: „Sechs der sieben Gegentore haben wir durch gravierende individuelle Fehler bekommen.“

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