Pinguine verlieren im Kampf um Play-offs an Boden

Krefeld Pinguine : Der Zehn-Sekunden-Schock - Pinguine verlieren im Kampf um Play-offs an Boden

Die Krefeld Pinguine kassieren eine 2:4-Pleite gegen den Konkurrenten um Rang zehn, die Nürnberg Ice Tigers.

Die Krefeld Pinguine haben ihre sehr gute Ausgangssituation im Kampf um den zehnten Tabellenplatz leichtfertig verspielt. Durch die 2:4-Heimniederlage gegen die Nürnberg Ice Tigers am Sonntag beträgt der Vorsprung auf die Franken nur noch vier Punkte – die Nürnberger haben allerdings noch zwei Nachholspiele.

Fassungslos blickten die KEV-Fans unter den 5 821 Zuschauern in der 50. Minute auf die Eisfläche. Die Nürnberger hatten mit einem Doppelschlag innerhalb von zehn Sekunden das Spiel gedreht. Zunächst patzte Dimitri Pätzold. Der Torhüter lenkte sich den Puck bei einem Schuss aus der Bandenecke selbst ins Tor. Nach dem fälligen Bully folgte eine ganze Fehlerkette, die Ice Tigers konnten ihr Glück kaum fassen. Weil es ein Spiel war, das die Krefelder völlig im Griff hatten, aber es verpassten, genügend Tore zu erzielen.

Trainer Reid krempelt das Team um

Nach dem enttäuschenden Auftritt am Freitag beim 2:5 in Iserlohn baute Brandon Reid seine Mannschaft um. Der Trainer entschied sich in der Verteidigung für eine komplette Neuordnung – alle drei Duos wurden neu zusammengestellt. Im Sturm hielt das Trainerteam nur an der Topreihe fest. Kirill Kabanov kehrte in den Kader zurück, Philipp Kuhnekath und Adrian Grygiel standen nicht im Aufgebot.

Die Nürnberger hatten die erste Möglichkeit, Philippe Dupuis schoss am langen Pfosten vorbei (1.). Die Ice Tigers boten 18 Feldspieler auf, nachdem der Norovirus in der vergangenen Woche die halbe Mannschaft lahmlegte. Die Pinguine kamen vor allem gegen Ende des ersten Drittels zu guten Einschussmöglichkeiten, doch weder Phillip Bruggisser (15.) noch Greger Hanson (19.) überwanden Niklas Treutle.

Das änderte sich unmittelbar nach Wiederbeginn. James Bettauer und Daniel Pietta störten die Nürnberger erfolgreich im Spielaufbau, Pietta legte für Hanson auf, der sich den Puck zurechtlegte und vorbei an Treutle zum 1:0 traf (22.). Pätzold hielt die knappe Führung mehrmals fest, weil seine Mitspieler trotz Überlegenheit den zweiten Treffer nicht nachlegten. Glück hatte der Pinguine-Torhüter kurz vor Ablauf des Mitteldrittels, als er in Überzahl einen Pass an der Bandenecke genau auf Will Acton spielte. Acton schoss sofort in Richtung Tor, doch Pätzold schmiss sich in die Schussbahn lenkte die Scheibe noch über die Querlatte (40.).

Doppelschlag schockt die Krefelder

Im letzten Drittel traf Patrick Reimer in Überzahl zum 1:1 (42.). Hanson hatte die Antwort, der Schwede erzielte im zweiten Versuch das 2:1 (45.). Nach dem Nürnberger Doppelschlag durch Thomas Gilbert und Brandon Segal (50.) waren die Krefelder geschockt. Sie kamen zu keiner nennenswerten Torchance mehr, die Ice Tigers verteidigten clever die Führung. Als Pätzold in der Schlussphase sein Tor verließ, passte es ins Bild, dass Philip Riefers an der eigenen blauen Linie den Puck verlor. Dupuis traf ins leere Tor (59.), besiegelte die vierte Krefelder Niederlage in Folge.

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