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Pinguine-Trainer Glen Hanlon: "Es ist fast wie in einem Fußballteam"

Eishockey : Pinguine-Trainer Glen Hanlon: "Es ist fast wie in einem Fußballteam"

Im Gespräch mit unserer Redaktion verrät Pinguine-Cheftrainer Glen Hanlon, mit welchen Ideen, Zielen und Hintergedanken er in die neue Saison gehen wird.

Glen Hanlon, der neue Cheftrainer der Krefeld Pinguine, hat nach eigener Aussage Spaß daran, seine Spieler hart schuften zu lassen. Dementsprechend froh dürfte seine Mannschaft sein, dass die Vorbereitung in diesem Jahr deutlich verkürzt ist. Bereits am 11. November steht der Start beim Magenta-Cup in Bremerhaven an. Ob die DEL-Saison Mitte Dezember starten wird, ist hingegen noch vollkommen offen. Im Gespräch verriet Hanlon, mit welchen Ideen, Zielen und Hintergedanken er in die neue Saison gehen wird.

Herr Hanlon, Sie sind Dienstag in Deuschland angekommen. Wie war der Flug?

Glen Hanlon: Es ist eine komische Zeit, an den Flughäfen, speziell in Vancouver (Kanada) war wenig los. Im Flugzeug selber waren kaum Menschen. Es ist eine ungewöhnliche Zeit für solche Reisen.

Die Corona-Pandemie hat die Welt und damit natürlich auch den Eishockeysport im Griff. Wie gehen Sie als Trainer damit um?

Hanlon: Die Situation hier in Deutschland ist vergleichbar mit der in Kanada. Ich habe mich an die Vorschriften und Masken gewöhnt.

Gehen Sie von einem Saisonstart im Dezember in der DEL aus?

Hanlon: Ich werde die Mannschaft so vorbereiten, als wäre ein Saisonstart definitiv. Aber im Hinterkopf habe ich natürlich, dass es auch anders kommen könnte.

Können Sie sich Spiele in menschenleeren Eishockey-Stadien vorstellen?

Hanlon: Ja, seitdem ich die NHL-Playoffs gesehen habe, schon. Ich muss sagen, dass es am Anfang sehr befremdlich war. Aber zu den Finalspielen hatte ich mich dann dran gewöhnt und es ehrlich gesagt am Ende gar nicht mehr richtig wahrgenommen.

Welchen Eindruck haben Sie von Ihrem Team bislang gesammelt?

Hanlon: Ich bin erst so kurz da, ich muss mir erst noch ein Bild von allem machen. Aber klar ist, es hat einen großen Umbruch im Sommer gegeben.

Worauf haben Sie bei den Neuverpflichtungen besonderen Wert gelegt?

Hanlon: Ich wollte schnelle Skater und gute Charaktere im Kader haben.

Welche Spielidee werden Sie dem Team vermitteln?

Hanlon: Wir wollen defensiv stabil stehen. Möglicherweise werden wir nicht so oft in Scheibenbesitz sein, wie wir uns das wünschen. Aber dann werden wir schnellstmöglich versuchen, wieder an den Puck zu kommen.

Wie gut sind Ihre Fremdsprachenkenntnisse? In Ihrem Team finden sich viele Nationalitäten wieder.

Hanlon: Ja, es ist fast wie bei einem Fußballteam. Die Kommunikation ist eine Herausforderung. Aber zum Glück habe ich zwei russischsprachige Co-Trainer, das wird es etwas erleichtern. Ich selber habe mal 2000 Euro in Deutschkurse investiert, als ich in der Schweiz Trainer war, ein zwei Wörter kann ich noch.

Wie lief Ihr Austausch mit dem Verein in den vergangenen Wochen und Monaten?

Hanlon: Ich hatte fast ausschließlich Kontakt zu Sergey Saveljev. Wir haben mehrmals in der Woche telefoniert, ich war über die Situation hier vor Ort immer im Bilde.

Was trauen Sie Ihrem Team zu?

Hanlon: Das werden wir sehen, aber es gibt einige spannende Spieler, wie beispielsweise Danil Valitov. Dass ein Mann seiner Qualität jetzt nach Deutschland geht, ist für ihn sicherlich ein großes Abenteuer und für uns könnte er eine Bereicherung sein.

Wie wollen Sie die Topscorer Daniel Pietta und Chad Costello ersetzen?

Hanlon: Man kann Spieler nie eins zu eins ersetzen. Aber wir werden Mittel und Wege finden, offensiv erfolgreich zu sein.

Wie planen Sie personell mit Vinny Saponari und Grant Besse?

Hanlon: Ich erwarte Saponari zum Training und freue mich auf ihn. Mit Grant Besse plane ich nicht.

Können Sie sich eine Rückkehr von Daniel Pietta vorstellen?

Hanlon: Die Jungs, die hier sind, sind Teil meines Teams. Diejenigen, die nicht da sind, sind nicht Teil des Teams.