Eishockey : Pinguine im freien Fall

Die Mannschaft von Brandon Reid war gegen Schwenningen zu harmlos vor dem Tor. Freitag kommt die DEG.

Wer stoppt die sich im freien Fall befindenen Krefeld Pinguine? Vor dem Straßenbahn-Derby gegen die Düsseldorfer EG am Freitag (19.30 Uhr) ist die Stimmung bei den KEV-Fans auf dem Nullpunkt angekommen. Nach rund 33 Minuten lagen die Schwarz-Gelben gegen den Tabellenletzten Schwenningen mit 0:4 auf eigenem Eis zurück. Spielerisch waren sie den Wild Wings zwar überlegen, das Schussverhältnis sprach zu diesem Zeitpunkt mit 33:13 eine eindeutige Sprache, doch die Aktionen der Krefelder waren zu harmlos.

Trainer Reid fordert konstante Tothüter-Leistungen

Kapitän Phillip Bruggisser fand deutliche Worte: „Unser erstes Drittel war peinlich, wir waren nicht gut genug. Einfach Peinlich. Wir hätten gewinnen können, aber nach so einem ersten Drittel darf man das nicht erwarten.“ Dass die Krefelder fast noch einmal ins Spiel zurückgekommen wären, spricht zwar für sie, verdeutlicht jedoch die beiden größten momentanen Probleme: Die Konstanz über 60 Minuten und die Chancenauswertung. Erst nach dem Schwenninger Gastgeschenk zum ersten Treffer ging ein Ruck durch die Mannschaft, spielten sie sich klare Chancen heraus. Nur die Verwertung war mangelhaft. Dustin Strahlmeier war ein guter Rückhalt für die Schwarzwälder, doch der Torhüter ließ auch viele Pucks prallen, was die Krefelder nicht ausnutzen konnten. In der Schlussphase, als die Pinguine die Brechstange auspackten, konnte er sich entscheidend steigern. Er steigerte sich in der Schlussphase und hielt den Sieg fest. Strahlmeier war auch Minuten nach der Schlusssirene noch aus der Puste. „Gerade die Schlussminuten, als die Pinguine auch noch in Überzahl waren, gingen an die Substanz“ sagte der Torhüter nach seinem strapaziösen Einsatz.

Timo Pielmeier und Strahlmeier – in den beiden vergangenen Heimspielen standen die Gästetorhüter im Blickpunkt und waren für die Niederlagen der Pinguine mitverantwortlich. Am anderen Ende des Eises wünscht sich Reid so eine starke Vorstellung von seinen Schlussleuten. „Ilya Proskuryakov hat uns nach seiner Einwechslung im Spiel gehalten. Solche Leistungen bräuchten wir häufiger“ sagte der 37-jährige. Proskuryakov musste zwar insgesamt nur sechs Torschüsse parieren, hielt dabei allerdings zwei Alleingänge der Schwenninger. Die Pinguine „im Spiel halten“ war zu diesem Zeitpunkt zu wenig. Sowohl Proskuryakov als auch Dimitri Pätzold wurden in den beiden vergangenen Spielen im zweiten Drittel ausgewechselt. Nicht weil sie die Alleinschuld am jeweiligen Rückstand zu verantworten hatten, doch sie verhinderten auch keine Gegentore.

Zu Weihnachten droht
der Fall auf Platz zwölf

Genau wie für das gesamte Team, gilt auch für die Torhüter, dass die Pinguine auf eine konstant starke Leistung über 60 Minuten angewiesen sind. Am besten schon im Derby gegen die DEG. Denn sonst droht schon zum Weihnachtsfest der Absturz auf den zwölften Tabellenplatz, da Iserlohn und vor allem Nürnberg mittlerweile konstant punkten.