Pinguine siegen 3:2 bei den Kölner Haien

Eishockey : Erfolg in Köln - Pinguine schlagen wieder auswärts zu

Das Team von Brandon Reid gewinnt mit 3:2 bei den Haien und klettert auf Rang sieben. Jordan Caron vor dem Absprung in die KHL.

Auswärtssieg für die Krefeld Pinguine. Die Mannschaft von Brandon Reid siegte am Dienstagabend in Köln mit 3:2 und feierte den fünften Sieg im siebten Spiel auf fremden Eis. Jordan Caron liegt ein Angebot aus Russland vor.

Als Reaktion auf die 4:7-Niederlage gegen Ingolstadt nahm Reid Änderungen in allen vier Sturmreihen vor. Der Gewinner hieß Adrian Grygiel, denn der Ex-Kapitän stürmte neben Jacob Berglund und Chad Costello. Reid muss wahrscheinlich dauerhaft nach Ersatz für seine Topreihe suchen. Vor dem Spiel bestätigte der Trainer, dass Jordan Caron ein Angebot aus der russischen KHL vorliegt und er um Vertragsauflösung gebeten habe. „Ich stelle keine Spieler auf, die mit dem Kopf nicht bei der Mannschaft sind“, hatte der Trainer vorab erklärt. Am Montag hatte Sportdirektor Matthias Roos gegenüber dieser Zeitung noch gesagt, Caron sei angeschlagen und fehle aufgrund dessen im Spiel gegen die Haie und sei gegen Düsseldorf fraglich. Philip Riefers hatte in der Domstadt ebenfalls neue Sturmpartner und lief  neben Daniel Pietta und Kirill Kabanov auf.

Philipp Kuhnekath erzielt seinen ersten DEL-Treffer

Nach seinem Treffer am Sonntag war Riefers auch in Köln erfolgreich und sorgte für die frühe Führung der Schwarz-Gelben. Er fälschte einen Schuss von James Bettauer unhaltbar ab (4.). Es kam noch besser: Nach einem Fehlpass des Kölners Corey Potter schnappte sich Phlipp Kuhnekath die Scheibe und überraschte Gustaf Wesslau im kurzen Eck. Tim Miller sicherte sofort den Puck, denn für Kuhnekath war es der erste Treffer seiner DEL-Karriere (10.).

Die Pinguine schienen sich nach dem Spiel gegen Ingolstadt wieder gefangen zu haben. Sie standen in der Defensive stabil, nur leisteten sie sich zu viele Strafen. Drei Krefelder mussten im Auftaktdrittel in die Kühlbox, ein Überzahlspiel nutzten die Haie zum Anschluss durch Fabio Pfohl (11.).

Pinguine überstehen doppelte Unterzahl schadlos

Zu Beginn des Mitteldrittels standen die Krefelder für 84 Sekunden mit zwei Spielern weniger auf dem Eis. Mit viel Einsatz verhinderten sie den zweiten Gegentreffer, Garrett Noonan bekam dabei einen Puck ins Gesicht und musste in der Kabine behandelt werden (22.). Der Verteidiger kehrte aber im letzten Drittel wieder aufs Eis zurück. Die Pinguine nutzten einen Wechselfehler der Haie eiskalt aus. James Bettauer wurde von Vinny Saponari herrlich freigespielt und traf ins kurze obere Eck zum 3:1 (24.). Den Kölnern war die Verunsicherung anzumerken, sie leisteten sich immer wieder Abspielfehler vor dem eigenen Tor. Die Schwarz-Gelben hatten durch Alex Trivellato (32.) und Bettauer (33.) beste Chancen, die Führung auszubauen.

Im Schlussdrittel konzentrierten sich die Pinguine auf die eigene Defensive. Sie spielten die Scheiben nur aus dem eigenen Drittel um die Führung zu verteidigen. Da den Haien auch kaum etwas einfiel, gelang das bis in die Schlussphase.

50 Sekunden vor Schluss verkürzen die Haie auf 2:3

In der vorletzten Minute nahmen die Kölner, obwohl sie in Unterzahl waren, Torhüter Wesslau zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und kamen durch Jason Akeson zum Anschlusstreffer (60.). In den letzten 50 Sekunden spielten die Pinguine clever die Zeit runter. Mit dem Sieg verbesserten sie sich auf den siebten Tabellenplatz und können selbstbewusst in das erste Saisonheimspiel gegen die DEG am Freitag (19:30 Uhr) gehen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung