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Pinguine müssen richtige Schlüsse ziehen

Pinguine müssen richtige Schlüsse ziehen

Die beiden Siege zum Auftakt waren stark herausgespielt. Aber am kommenden Wochenende warten andere Prüfsteine.

Krefeld. Die Spielplanmacher der Deutschen Eishockey Liga hätten es nicht besser machen können für die Krefeld Pinguine. Gegen die finanziell kränkelnde Düsseldorfer EG und Liganeuling Schwenninger Wild Wings (16 Zugänge) starten zu dürfen, war nicht unbedingt von Nachteil für die Mannschaft von Trainer Rick Adduono. Dass der KEV nach der etwas holprigen Vorbereitung dann aber zwei so souveräne Siege einfahren würde und sogar an die Tabellenspitze stürmte, hatten die Verantwortlichen nicht unbedingt erwartet.

Es hatte etwas von Überrumpelungstaktik, mit der die Pinguine sowohl die DEG (5:1) als auch die Wild Wings (4:1) besiegten. Von der ersten Sekunde an spielte das Team sehr schnelles Eishockey, versuchte früh zum Abschluss zu kommen und war damit in beiden Duellen erfolgreich.

„Vorher hat jeder gesagt, Düsseldorf und Schwenningen muss man schlagen. Trotzdem muss man solche Spiele erst einmal gewinnen“, sagt Roland Verwey, der in Schwenningen sein erstes Tor erzielt hat. Die beiden Siege haben Selbstvertrauen gebracht, stellt der 32-Jährige fest. „Das müssen wir für die nächsten Spiele mitnehmen und konservieren“, sagt Verwey.

Nun gilt es, die richtigen Schlüsse aus den beiden Auftaktspielen zu ziehen. Bereits nach dem Heimerfolg am Freitag hatte der Sportliche Berater Rüdiger Noack gesagt: „Die DEG war sehr schwach. Wir dürfen diesen Sieg nicht überbewerten.“

Boris Blank sagte nach dem Erfolg in Schwenningen: „Beide Gegner waren schlagbar. Aber am Freitag kommt der Deutsche Meister Eisbären Berlin und Sonntag müssen wir nach Hamburg. Da müssen wir uns ein ganzes Stück verbessern.“ Vor allem an der Chancenauswertung können die Krefelder noch arbeiten. „Du kannst nicht jedes Tor machen“, beschwichtigte Blank. Doch in beiden Spielen am kommenden Wochenende dürften die Krefelder weit weniger Tormöglichkeiten erhalten.

Außerdem darf der Schlendrian nicht wieder Einzug halten. „Wir wollten zeitweise nur noch schön statt erfolgreich spielen. Da müssen wir aufpassen, denn gegen andere Mannschaften kann das nach hinten losgehen“, sagte Daniel Pietta.

Leichte Entspannung könnte es an der Verletzungsfront geben. Mitja Robar hat gestern mit dem DNL-Team trainiert, könnte gegen Berlin zu Kurzeinsätzen kommen. Nick St. Pierre, der sich am Sonntag am Knie verletzt hat, ist wohl nicht schlimmer verletzt. Gewissheit gibt es heute beim MRT. Noch keine Option sind neben Herberts Vasiljevs Kyle Sonnenburg, Steve Hanusch und Francois Methot. Für das Spiel gegen Berlin waren gestern 3900 Tickets verkauft.