Pinguine knicken nach gutem Start ein - Acolatse geht auf Braun los

Eishockey : Pinguine knicken nach gutem Start ein

Das Team von Trainer Brandon Reid verliert 3:5 in Straubing. Drei Powerplaytore der Gastgeber. Daniel Pietta beendet torlose Zeit.

Die Krefeld Pinguine haben das erste Spiel nach der Länderspielpause verloren. Die Mannschaft von Brandon Reid unterlag am Freitagabend in Straubing mit 3:5. Nach gutem Start gerieten die Schwarz-Gelben durch drei Gegentreffer im Mitteldrittel auf die Verliererstraße.

Die Gastgeber kamen mit dem Selbstvertrauen von sechs Heimsiegen in Folge stark aus der Kabine. Es dauerte bis zur fünften Minute, bis die Pinguine durch Kai Hospelt den ersten Torschuss auf das Gehäuse von Jeff Zatkoff abgaben. Das war der Auftakt zu einer starken Phase der Schwarz-Gelben. Mit dem nächsten Angriff gelang die Führung, Daniel Pietta traf auf Vorlage von Chad Costello zum 1:0 (6.). In den Folgeminuten verpassten die Krefelder trotz zahlreicher guter Möglichkeiten nachzulegen. Alex Trivellato hatte Pech als er nur den Pfosten traf (10.). Die Gastgeber, die das bisherige Überraschungsteam der DEL-Saison sind und auf dem auf dem zweiten Tabellenplatz liegen, kamen zunächst nur durch Fehler der Schwarz-Gelben zu Möglichkeiten. Doch Jussi Rynnäs konnte die Patzer von Costello (12.) und Phillip Bruggiser (17.) ausbügeln.

Körperlich hielten die Schwarz-Gelben auch im Mitteldrittel gut dagegen – Laurin Braun beförderte seinen Gegenspieler Sena Acolatse mit einem Check auf die eigene Mannschaftsbank (23.). Doch die Tigers legten zu, wurden läuferisch stärker und gewannen entscheidende Zweikämpfe. Innerhalb von nur 53 Sekunden konnten sie mit einem Doppelpack das Spiel drehen. Trivellato ließ in Unterzahl seinem Gegenspieler Antoine Laganière zu viel Platz, so dass der Angreifer im Nachschuss das 1:1 erzielen konnte (28.). Für das 2:1 sorgte Torjäger Jeremy Williams, der mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie erfolgreich war (29.). Sekunden später lag der Puck erneut im Krefelder Tor, doch die Schiedsrichter erkannten den vermeintlichen Treffer nicht an. Nach einem Pfostenabpraller hatte Williams den Puck mit seinem Arm über die Linie befördert (29.). Sechs Minuten später konnten die Straubinger Fans dennoch erneut jubeln. Chasen Balisy traf in Überzahl zum 3:1 (35.). Die Pinguine waren nicht chancenlos, doch sowohl Costello (33.) als auch Grant Besse (35.) zielten freistehend aus kurzer Distanz genau in die Fanghand von Zatkoff.

Rynnäs muss nach dem vierten Gegentor vorzeitig vom Eis

Marcel Brandt beendete mit dem 4:1 den Arbeitstag von Rynnäs vorzeitig. Der Finne war an allen Gegentreffern machtlos, trotzdem beorderte Reid Dimitri Pätzold zwischen die Pfosten (43.). Garrett Noonan staubte zum 4:2 ab (45.), doch spätestens mit dem 5:2 durch Stefan Loibl – erneut in Straubinger Überzahl – war die Vorentscheidung gefallen (50.). Die Gastgeber konnten alle drei ihrer Überzahlspiele zu einem Treffer nutzen. In den Schlussminuten wurde es hitzig, Braun erwischte Frederik Eriksson mit dem Schläger im Gesicht (57.). Acolatse wollte den Krefelder mehrfach zur Rede stellen. In der Schlussminute ließ der Straubinger Hitzkopf die Handschuhe fallen, doch Braun ließ sich nicht auf den Faustkampf ein. Die Schiedsrichter schickten Acolatse vorzeitig unter die Dusche, Pietta nutzte das fällige Powerplay zum 5:3-Endstand sieben Sekunden vor Spielende (60.).

Am Sonntag erwarten die Pinguine die Augsburg in der Yayla-Arena (16.30 Uhr). Die Panther siegten nach am Freitag mit 4:1 gegen Mannheim.