Pinguine hoffen auf außergerichtliche Lösung mit Ponomarev

Krefeld Pinguine : Pinguine hoffen auf außergerichtliche Lösung mit Ponomarev

Auch am Tag nach der Gesellschafterversammlung war die Zukunft der Krefeld Pinguine das Thema Nummer eins.

Auf der wöchentlichen Pressekonferenz wirkte Sportdirektor Matthias Roos erleichtert. Auch wenn noch nichts entschieden ist, war das Treffen am Dienstag ein Schritt in die richtige Richtung. Mikhail Ponomarev ließ sich durch seinen Anwalt Wolfgang Peters vertreten, Roos sprach am Mittwoch dabei von einem „konstruktiven Austausch“ und sagt: „Herr Peters hat uns glaubhaft dargestellt, dass auch sie es einvernehmlich lösen wollen.“ Daraufhin entschied man sich die Versammlung mit allen Tagespunkten auf Donnerstag, den 28.11. verschieben zu wollen. „Wir haben uns dazu entschieden, um ein wenig mehr Zeit zu bekommen, damit wir bis dahin hoffentlich eine außergerichtliche Vereinbarung treffen können“, sagt Roos.

Wie diese aussieht aber noch völlig offen. Auch das Szenario, dass Ponomarev die gesamten Anteile des Vereins übernimmt sei „noch nicht ausgeschlossen.“ Des Weiteren wurde auch die Lösung angesprochen, das Gesamtkapital um 750.000 Euro zu erhöhen, um einer dritten Person den Einsteig zu ermöglichen. Der prozentuale Anteil von Ponomarev und Wolfgang Schulz würde sich dann halbieren. Namen nannte Roos dabei nicht, der bereits am Morgen sein Personal an der Geschäftsstelle sowie die Mannschaft auf den neusten Stand brachte.

Roos zur Zukunft der Krefeld Pinguine: "Es gibt unterschiedliche Optionen"

Für Letztere gilt es den Blick auf das Sportliche zu richten. Schon am Donnerstag (19.30 Uhr) eröffnen die Krefelder den 20. Spieltag mit einem Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers. Laut Trainer Brandon Reid sind die Franken eines der „formstärksten Teams der Liga.“ Er sagt: „Sie nehmen viele Strafzeiten, deshalb muss unser Powerplay in diesem Spiel sehr gut sein.“ Sonntag (18 Uhr) folgt das kleine Derby bei den Kölner Haien. Es sind zwei Spiele gegen direkte Konkurrenten, in dem die Krefelder den Schwung aus den letzten Spielen mitnehmen wollen. Mit drei Siegen aus den letzten vier Ligaspielen zeigt der Trend wieder nach oben, Reid macht den Erfolg vor allem von gesteigerten Effektivität der Reihen drei und vier abhängig, sagt: „Das hilft uns sehr. So haben wir die Möglichkeit unseren Top-Leuten ein wenig mehr Pause zu geben, die dann im Powerplay effektiver sind.“ Über weite Teile sei das in den letzten Spielen gelungen, nun soll es auch mal über 60 Minuten klappen. Denn dann können die Pinguine, laut Reid, jeden in dieser Liga schlagen.

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