Pinguine: Heißer Tanz in Köln

Pinguine: Heißer Tanz in Köln

Die Pinguine erwartet in Köln am 2. Weihnachtstag ein umkämpftes Match. Daniel Pietta fällt aus.

Krefeld. Es geht mehr um fröhliche Weihnachten und den Kampf gegen Gans und Plätzchen als um Tabelle und Plätze, wenn am Sonntag die Pinguine um 14.30 Uhr bei den Kölner Haien antreten. Zu weit liegen die beiden Teams in der Rangliste der Deutschen Eishockey Liga auseinander.

Doch: Was bedeuten schon Punkte und Platzierungen in einem Derby? Es ist die Rivalität im rheinischen Eishockey, die jede einzelne Begegnung zum Finale um die Fanzufriedenheit werden lässt. Bei den fast abgeschlagenen Kölnern wären Siege gegen Düsseldorf und Krefeld Balsam für die zuletzt arg geschundenen Seelen. Daher erwarten die Pinguine-Cracks unisono einen „heißen Tanz“.

Auch die Düsseldorfer EG musste vor zwei Wochen erleben, dass das damalige Tabellenschlusslicht gegen die Erzrivalen ungeahnte Reserven mobilisiert.

Folglich ist es nur zu gut, dass die Pinguine eben nicht die letzten Reserven herauskramen müssen. Und das, obwohl in Stürmer Daniel Pietta (32 Punkte) die Nummer vier der aktuellen DEL-Scorerliste für dieses Spiel gesperrt ist. Damit ist das Pinguine-Prunkstück, der erste Block, gesprengt. Dennoch kann Trainer Rick Adduono numerisch auf vier komplette Sturmreihen zurückgreifen. Kapitän Herberts Vasiljevs musste zwar aufgrund der stark geschwollen „blauen Ehrenabzeichen für mit dem Körper abgewehrte Schüsse“ im Training pausieren, wird aber am Sonntag spielen.

Wer aber rückt zu Vasiljevs und Boris Blank, wer wird die Topformation als Mittelstürmer führen? Gerade Trainer Rick Adduono sieht in den Männern in der Mitte der Eisfläche eine Schlüsselposition. Charlie Stephens, Justin Kelly oder Andreas Driendl — das sind die übrigen etatmäßigen Center. Kelly hat in der ersten Reihe gute Trainingseindrücke hinterlassen, Stephens bildete mit Vasiljevs/Blank vor Jahren die Topformation und Andy Driendl hat sich beim Coach viel Kredit erarbeitet. „Er hat viel mehr Eiszeit verdient, als er sie mit der vierten Reihe bekommen kann. Andy führt die Reihe sehr gut. Er spielt sehr clever Unterzahl, ist einer unserer besten Leute beim Bully.“

Andererseits könnte eine Veränderung der beiden mittleren Formationen einen Impuls geben, um deren „Handbremsen“ etwas zu lösen. Denn so richtig hat vor allem die Stephens-Reihe mit den beiden Neuzugängen Duncan Milroy und Denis Shvidki noch nicht ihr Potenzial ausgeschöpft. Aber, so mahnt Co-Trainer Reemt Pyka: „Wir haben die Reihe gerade geändert, man muss da den Dreien noch einige Spiele geben, um sich zu beweisen.“ Dafür kommt ja das Weihnachtsspiel in Köln gerade recht.

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