KEV: Pinguine enttäuschen im Schwarzwald

KEV : Pinguine enttäuschen im Schwarzwald

Die Krefeld Pinguine unterliegen bei den Schwenninger Wild Wings mit 1:5.

Schwenningen. Die Krefeld Pinguine haben nach einer enttäuschenden Vorstellung am Sonntagnachmittag mit 1:5 in Schwenningen verloren. Die Schwarz-Gelben fanden zu keinem Zeitpunkt ins Spiel und präsentierten sich vor allem kämpferisch viel schwächer als in den bisherigen drei Heimspielen.

Am Freitag hatte es sich angedeutet, Rick Adduono musste im Schwarzwald sowohl auf den erkrankten Tommy Kristiansen als auch auf den angeschlagenen Justin Feser verzichten. Joel Keussen kehrte in den Kader zurück, dadurch standen dem Trainer sieben Verteidiger und elf Stürmer zur Verfügung. Im Tor begann wie schon am Freitag Andrew Engelage, der in den ersten Minuten viel Arbeit hatte. Der Kanadier musste bereits in der Anfangsphase den ersten Schuss passieren lassen — Markus Poukkula hatte aus dem Bullykreis abgezogen und Engelage eine kleine Lücke am kurzen Pfosten offen gelassen, durch die der Puck den Weg ins Tor fand (4.). Der Treffer zeigte Wirkung beim Torhüter. Engelage strahlte zu keinem Zeitpunkt der Begegnung die Ruhe und Sciherheit aus, die er am Freitag und in der Vorbereitung gezeigt hatte. Glück hatten die Pinguine bei einem Pfostentreffer von Simon Danner (8.). Offensiv lief bei den Krefeldern kaum etwas zusammen. Selbst mit einem Spieler mehr auf dem Eis brachten sie das Tor der Gastgeber kaum in Gefahr.

Alle guten Vorsätze, die sich die Krefelder in der ersten Pause gefasst hatten, erhielten nach 70 Sekunden im Mittelabschnitt einen Dämpfer. Simon Danner ließ Marcel Müller ins Leere laufen, so dass der Schwenninger alleine vor Engelage auftauchte und platziert abschloss (22.). Die Pinguine versuchten früh zu stören, doch die Wild Wings waren immer wieder mit langen Pässen über die halbe Eisfläche erfolgreich. Dafür hatten die Krefelder kein Gegenmittel parat. Als mit Martin Schymainski und Christoph Gawlik gleich zwei Pinguine auf der Strafbank saßen, traf Mirko Höfflin zum 3:0 (30.). Nur zwei Minuten später erwischte Max Faber seinen Gegenspieler Ulrich Maurer mit dem Schläger im Gesicht. Maurer musste in der Kabine behandelt werden, Faber bekam von den Schiedsrichtern 2+2 Minuten aufgebrummt. In diesem Unterzahlspiel konnte Müller einen Fehler in der Schwenninger Abwehr nutzen und Torhüter Dustin Strahlmeier zum Anschlusstreffer überwinden (32.). Es folgte die beste Phase der Schwarz-Gelben, Mathias Trettenes (33.) und Kurt Davis (34.) konnten den Rückstand jedoch nicht weiter verkürzen.

Die mitgereisten Fans hofften vergeblich auf ein Aufbäumen im letzten Drittel. Die Mannschaft von Adduono hatte im Schlussabschnitt keine einzige nennenswerte Torchance. Will Acton beseitigte mit dem vierten Treffer alle Zweifel am verdienten Schwenninger Sieg (48.). Den Schlusspunkt setzte wiederum Höfflin mit einem Alleingang 102 Sekunden vor Spielende (59.).

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