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Pietta im Interview: Ehrhoff hat mir Glückwünsche geschickt

Pietta im Interview: Ehrhoff hat mir Glückwünsche geschickt

Daniel Pietta spricht über Hintergründe, wie es zum Zehnjahresvertrag kam.

Krefeld. Daniel Pietta war nach dem Heimsieg der Krefeld Pinguine ob seiner Vertragsverlängerung um zehn Jahre der gefeierte Held auf dem Eis. Auf seiner Ehrenrunde konnte das KEV-Eigengewächs die Tränen gerade noch unterdrücken, wie er der WZ verriet — tief berührt war der 28-Jährige trotzdem und spricht über seinen großen Traum.

Herr Pietta, wie groß war die Anzahl an Gratulanten nach der Bekanntgabe ihrer Vertragslaufzeit?

Daniel Pietta: Das waren schon einige. Sowohl in den sozialen Netzwerken aber auch am Telefon und persönlich. Neben vielen Bekannten, Freunden und Fans haben auch viele Kollegen aus der DEL gratuliert. Auch Christian Ehrhoff hat mir Glückwünsche geschickt.

Wie haben die Mitspieler auf die Nachricht reagiert?

Pietta: Nur ganz Wenige waren schon vorher eingeweiht, ich habe den Kreis bewusst klein gehalten, damit nichts an die Öffentlichkeit kommt. Die Reaktionen im Team waren ebenfalls positiv.

In zehn Jahren sind Sie 38 Jahre alt — was wollen Sie bis dahin mit den Pinguinen erreicht haben?

Pietta: Ich wollte mit der Vertragsunterschrift auch ein Zeichen setzen, dass ich fest an die Möglichkeiten im Verein glaube. Wir wollen uns jetzt in den kommenden Jahren stetig weiterentwickeln. Mein Traum ist es, mit den Pinguinen eine Meisterschaft zu feiern. Dafür müssen wir jedes Jahr ein für die Play-offs fähiges Team auf dem Eis haben.

Sie sollen dieses Team in der Zukunft anführen. Verspüren Sie jetzt einen besonderen Druck?

Pietta: Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer selbst mein größter Kritiker bin und mich von Tag zu Tag verbessern will. Den täglichen Druck hat man in der DEL, wenn man Nationalspieler ist, immer. Ich fühle mich eher ein Stück weit befreit.

Warum?

Pietta: Ich bin ein Mensch, der gerne langfristig plant und dadurch eine gewisse Sicherheit bekommt, die mich im Kopf frei aufspielen lässt. Ich denke, für die nächsten zehn Jahre sollte ich mich voll auf meine Leistung konzentrieren können.

Sie sprechen die zehn Jahre noch mal an. Kam die Idee von den Pinguinen oder von Ihnen?

Pietta: Es war die Idee meines Beraters. Durch die lange Laufzeit wurden schlussendlich die anderen lukrativen Angebote ausgestochen. Ich hatte neben dem der Pinguine noch drei konkrete Angebote und vier weitere Interessenten aus der DEL.

Werden Sie denn dann ab der nächsten Saison auch Kapitän der Pinguine?

Pietta: Darüber mache ich mir noch keine Gedanken. Ich wäre bereit für diese Aufgabe, bin aber auch der Letzte, der sich dafür aufdrängen würde.

Vor Ihrem 500. DEL-Spiel in dieser Saison sprachen Sie im WZ-Interview von dem Traum, 1000 Begegnungen für die Pinguine zu absolvieren. Dieser ist jetzt deutlich realistischer geworden, oder?

Pietta: Ja, das stimmt. Aber ob es 1000 oder 1100 sind, ich hoffe einfach, dass ich von großen Verletzungen verschont bleibe und zur Entwicklung des Vereins meinen Teil beitragen kann.