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Null-Punkte-Wochenende vor dem Fest

Eishockey : Ein Null-Punkte-Wochenende trübt das Weihnachtsfest

Die Niederlagen gegen Düsseldorf und Augsburg treffen die Play-off-Hoffnungen der Pinguine hart.

Es hätte ein schönes Weihnachtsfest für die Fans der Krefeld Pinguine werden können. Doch statt eines Derbysieges, der die zuletzt aufkommende Aufbruchstimmung unter Trainer Pierre Beaulieu fortgesetzt hätte, herrscht wieder einmal Ernüchterung. Durch die beiden Niederlagen in der Deutschen Eishockey Liga gegen Düsseldorf (3:4) und Augsburg (0:3) liegen am Heiligen Abend gerade einmal 28 Punkte unter dem Weihnachtsbaum. Für das Ziel, erstmals seit vier Jahren wieder den zehnten Platz und damit die Play-offs zu erreichen, ist das zu wenig. Das Null-Punkte-Wochenende wiegt schwer, zumal die Konkurrenz gepunktet hat.

Krefelder leisten sich zu
viele individuelle Fehler

Dabei machten die beiden Niederlagen wie so oft in dieser Saison eines deutlich: Die Pinguine machen zu viele individuelle Fehler. Gerade das Duell in Augsburg hätte am Sonntag in eine völlig andere Richtung laufen können. Im ersten Drittel waren die Krefelder überlegen, hatten besonders in der Endphase der ersten 20 Minuten Chance um Chance. Doch allesamt wurden sie liegengelassen, und wie so oft im Sport rächte sich das später. Die Gegentore eins und zwei fielen dabei mit einem Mann mehr auf dem Eis. Zwar war die Strafe beim zweiten Augsburger Treffer, als William Besse die Scheibe an der blauen Linie vertändelte, schon abgelaufen und zählt deshalb nicht offiziell als Shorthander, dennoch kann man das Gegentor getrost als solches verbuchen.

Schon am Freitag gegen Düsseldorf passierte Ähnliches, als man ebenfalls in eigener Überzahl das zwischenzeitliche 1:4 kassierte. Auch ohne das zweite Tor in Augsburg kommen die Krefelder auf insgesamt fünf Gegentreffer bei eigener Überzahl – Ligahöchstwert und sinnbildlich für unnötige Fehler, die einem unter dem Strich das Spiel kosten. Trotz der Niederlage lobte Beaulieu nach dem Spiel seine Mannschaft, sagte: „Wir haben defensiv sehr gut gespielt und hatten Chancen, die wir leider nicht genutzt haben. Zwei Gegentore in Überzahl sind schade, da müssen wir andere Entscheidungen mit dem Puck treffen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wir spielen bei fünf gegen fünf besser als in der Vergangenheit.“

Am Donnerstag geht
es nach Bremerhaven

Dennoch beträgt der Rückstand auf Platz zehn nun schon 14 Punkte. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass es auch in dieser Saison enorm schwierig wird, die Play-offs zu erreichen. Die am Donnerstag, 26. Dezember, in Bremerhaven und am Samstag, 28. Dezember, zu Hause gegen Wolfsburg sind Duelle gegen zwei direkte Konkurrenten und damit wohl die allerletzte Chance auf Platz zehn. Zwei Siege sind Pflicht. Erst vor rund zwei Wochen verloren die Pinguine gegen Bremerhaven und kassierten dabei im Duell mit den Fischtowns die 13. Pflichtspielniederlage in Folge.