Niederlage gegen direkten Rivalen

Die Pinguine verlieren im Kampf um die Pre-Play-offs 3:6 in Nürnberg und müssen morgen dringend gewinnen.

Krefeld. Die Krefeld Pinguine haben im Kampf um die Pre-Play-offs das erhoffte Ausrufezeichen im Auswärtsspiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers nicht gesetzt. Beim direkten Konkurrenten um die Plätze sieben bis zehn verlor das Team von Trainer Rick Adduono mit 3:6. Der kanadische Trainer hatte sich vor der Abreise bei der Kadernominierung für Colin Long und damit gegen Robin Weihager entschieden, der aufgrund der Ausländerregelung nicht in Nürnberg auflief.

Die Gäste von der Westparkstraße starteten gut ins Spiel und hatten Pech, dass Norman Hauner nur den Außenpfosten traf (2.). Kurz darauf fälschte aber Evan Kaufmann einen Schuss von Kyle Klubertanz in Überzahl zur frühen Führung für die Hausherren ab (4.). Doch die Pinguine bewiesen Nehmerqualitäten und schlugen bei doppelter Überzahl durch den Ausgleichstreffer von Joel Perrault nach perfektem Zuspiel von Marcel Müller schnell zurück (9.). Nachdem Herberts Vasiljevs die erstmalige Führung der Schwarz-Gelben vergeben hatte, traf James Thomas Wyman bei einem Konter der Ice Tigers zum 2:1 (18.).

Vom Pech verfolgt waren die Pinguine in Minute 24 am viel gescholtenen Unglückstag Freitag, den 13., wahrlich nicht. Ein Foul von Martin Schymainski pfiffen die Schiedsrichter nicht, und Tyler Beechey traf frei vor Nürnbergs Torwart Andreas Jenike zum 2:2. Zur erstmaligen Führung reichte es danach jedoch nicht, weil Yasin Ehliz (30.) und Patrick Reimer (34.) — erneut in Überzahl — die Hausherren mit 4:2 in Führung schossen.

Dass aber auch das Powerplay der Gäste an diesem Abend funktionierte, stellte Beechey mit einem harten Schlagschuss zum 3:4 unter Beweis (39.). Jedoch brachten sich die Pinguine selber um den Lohn, als David Fischer gleich zweimal kurz hintereinander sowie Oliver Mebus zu Beginn des Schlussdrittels auf der Strafbank saßen. Klubertanz traf in doppelter Überzahl zum 5:3 (44.). Die Messe war endgültig gelesen, als Reimer sechs Minuten später mit seinem insgesamt vierten Scorerpunkt das 6:3 markierte.

Und weil die Kölner Haie einen Rückstand in Schwenningen in einen 6:1-Erfolg drehten, liegt der KEV jetzt wieder außerhalb der Pre-Play-off-Ränge und muss am Sonntag daheim gegen die Hamburg Freezers unbedingt gewinnen.