1. Sport
  2. Eishockey
  3. Krefeld Pinguine

Nicholas übernimmt Doppelspitze bei den Krefeld Pinguinen

Nachfolger von Roos : Nicholas übernimmt Doppelspitze bei den Krefeld Pinguinen

Geschäftsführer und Sportdirektor Matthias Roos wird den DEL-Verein schon in sechs Wochen verlassen. Nachfolger Roger Nicholas sitzt schon in den Startlöchern.

Der Umbruch bei den Krefeld Pinguinen schreitet weiter voran. Wie die WZ bereits am Montag berichtete, wird der bisherige Geschäftsführer und Sportdirektor, Matthias Roos, seinen zum 31. Oktober auslaufenden Vertrag nicht verlängern und die Pinguine nach vierjähriger Tätigkeit zum 31. Juli verlassen. Der Verein gab nun bekannt, dass Roger Nicholas mit sofortiger Wirkung sowohl den Posten des Geschäftsführers, als auch den des Sportdirektors übernimmt.

In einer Pressemitteilung wird Stefano Ansaldi, der mit seinem Unternehmen Save‘s AG, Hauptanteilseigner an der KEV Pinguine GmbH ist, wie folgt zitiert: „Matthias Roos hat uns informiert, dass er seinen am 31. Oktober auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird und diesen bereits zum 31. Juli aufheben möchte. Diese Entscheidung haben wir akzeptiert. Konsequenterweise sind wir nun auch zum Handeln gezwungen und müssen den Posten des Geschäftsführers und den des Sportdirektors neu besetzen. Deshalb wird Roger Nicholas ab sofort beide Posten übernehmen.“ Roos werde seinen Nachfolger dabei in den nächsten Wochen noch unterstützen. Insbesondere in Fragen rund um das Lizensierungsverfahren.

Matthias Roos verlässt die Krefeld Pinguine Foto: Samla

Zudem seien laut Ansaldi in den nächsten Wochen „wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Krefelder Eishockeys zu treffen“, weshalb die Pinguine „keine Zeit verlieren“ dürfen. Unter anderem muss ein neuer Cheftrainer gefunden werden, nachdem entschieden wurde, dass Pierre Beaulieu die Pinguine nicht in die neue Saison führen wird. Doch auch auf dem Posten des Geschäftsführers dürfte Nicholas wohl nur eine Übergangslösung sein.

Nicholas Zukunft liegt im Sportlichen Bereich

Die Zukunft des US-Amerikaners liegt ganz klar im Sportlichen Bereich. Eine Doppelfunktion, wie sie Roos innehatte, ist nicht vorgesehen. Der Abschied des 40-Jährigen mag für Außenstehende überraschend kommen, scheint aber schon länger geplant gewesen zu sein. So musste Roos, der 2016 als Geschäftsstellenleiter bei den Pinguinen begann, in den vergangenen Monaten aufgrund der akuten Insolvenzgefahr bei den Schwarz-Gelben in seinem Privatleben große Abstriche machen. „Die Zeit war hart“, teilt Roos im Gespräch mit unserer Redaktion unverholen mit. Jetzt wolle er die Geschäfte bei den Pinguinen geordnet übergeben, um sich anderen, privateren Dingen zu widmen. Derweil ließ sich der 40-Jährige fast doch noch zu einer längeren Zusammenarbeit hinreißen. So soll der gebürtige Ravensburger auf Wunsch einer oder mehrerer anderer Investoren im Frühjahr bereit gewesen sein, einen neuen Vertrag zu unterzeichen. Die Geldgeber hatten ihre Zusage an eine Übernahme der Pinguine damals an die Bedingung geknüpft, dass Roos dem Verein in seiner Doppelfunktion erhalten bleibt. Die Übernahme durch die damaligen Interessenten kam nicht zustande, die Zukunft des Sportdirektors und Geschäftsführers nahm deshalb eine andere Wendung.

Wenige Wochen später ist Roos’ Abschied jetzt offiziell besiegelt. „Die letzten Tage werden sicher hart werden für mich, ich hänge mit so viel Herzblut an diesem Verein und muss die vergangenen Wochen und Monate dann im Sommer auch erstmal sacken lassen.“ Möglicherweise führen die Wege des 40-Jährigen in die USA.