Krefeld Pinguine: Neuzugang Hospelt hat keine guten Erinnerungen an Pinguine

Krefeld Pinguine : Neuzugang Hospelt hat keine guten Erinnerungen an Pinguine

Wir stellen die Verstärkungen des Eishockey-Erstligisten vor.

Die Krefeld Pinguine haben ihre Personalplanungen für die Spielzeit 2019/20 vorerst abgeschlossen. Die WZ stellt die Neuzugänge der Schwarz-Gelben in den kommenden Wochen vor. Den Beginn macht heute Stürmer Kai Hospelt.

Zu wenige Mittelstürmer und fehlende Erfahrung – dies waren zwei der Schwachstellen des Pinguine-Kaders der abgelaufenen Spielzeit. Mit Kai Hospelt haben die Schwarz-Gelben einen Center verpflichtet, der bereits 881 Spiele in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) absolviert hat und den Pinguinen helfen wird, in kritischen Spielphasen kühlen Kopf zu bewahren.

Keine guten Erinnerungen an die Krefeld Pinguine

Dabei ist eine der ersten Erinnerungen des 33-Jährigen an die Pinguine keine gute: Hospelt stand in seinem ersten Profijahr mit den Kölner Haien im DEL-Endspiel. Es war die Saison 2002/03, als sich die Krefelder im entscheidenden fünften Finale mit einem 3:1-Sieg in der Domstadt die Meisterschaft sicherten – Hospelt bereitete damals den Kölner Führungstreffer vor.

16 Jahre später wird er nun im Krefelder Trikot auflaufen und kann dabei auf erfolgreiche Spielzeiten in der DEL zurückblicken. Seine beste Saison absolvierte Hospelt 2011/12 für die Grizzlys Wolfsburg, als er mit 25 Treffern und 25 Vorlagen gar zum DEL-Spieler des Jahres gewählt worden war.

Doch seine Rolle hat sich in den vergangenen Jahren geändert. In der abgelaufenen Saison musste er in Köln hauptsächliche Defensivaufgaben übernehmen. Der Stürmer war ein wichtiger Spieler in Unterzahl. Doch weniger als 13 Minuten Eiszeit pro Spiel und kaum Einsatzzeit in Überzahl waren zu wenig für den ehrgeizigen Angreifer – die Zeit war reif für einen Wechsel. Da Hospelt in seiner Geburtsstadt Köln wohnen bleiben wollte, kam das Angebot der Pinguine goldrichtig. Mit Torsten Ankert trifft er bei den Schwarz-Gelben zudem auf einen langjährigen Mitspieler, mit dem er eine Fahrgemeinschaft bilden kann, denn Ankert lebt mit seiner Familie in Pulheim und pendelt in der Saison ebenfalls täglich.

Die Pinguine werden mit Hospelt zunächst als Center für die dritte Reihe planen. Im vergangenen Jahr gewann er die Mehrzahl seiner Bullies (51,8 Prozent) und hatte einen positiven Plus-Minus-Wert (+1). Sollten die Schwarz-Gelben im kommenden Jahr arg vom Verletzungspech gebeutelt werden, wird Hospelt einer der ersten Kandidaten als Nachrücker für die beiden ersten Sturmreihen sein. Dass er Offensivpotenzial besitzt, hat er in der Vergangenheit oft bewiesen, wenn er die Chance dazu hatte. Mit seinen 33 Jahren ist er zwar nicht mehr so schnell wie zu seiner besten Zeit, doch seine Routine wird ihm helfen, dies zu kompensieren.

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