Negativserie der Pinguine geht weiter

Eishockey : Die Talfahrt der Pinguine setzt sich fort

Die Krefelder verlieren das sechste Spiel in Folge mit 2:4 beim Tabellenführer in Mannheim.

Die Krefeld Pinguine können die Talfahrt nicht stoppen,  unterlagen am Sonntagnachmittag in Mannheim mit 2:4-Toren. Eine schwache Phase im Mitteldrittel brachte die Schwarz-Gelben um einen möglichen Punktgewinn. Patrick Seifert sagte nach dem Spiel: „Nach dem 0:3-Rückstand haben wir Moral bewiesen, aber wir müssen langsam anfangen zu punkten.“ Durch die sechste Niederlage in Serie und den Fall auf den elften Tabellenplatz steigt der Druck auf die Pinguine. Neun Spiele verbleiben noch, doch der momentane Trend spricht im Kampf um einen Play-off-Platz gegen die Krefelder.

Seifert und Grygiel spielen
für Ankert und Ewany

Trainer Brandon Reid baute seine Mannschaft vor dem zweiten Auswärtsspiel des Wochenendes um. Für Torsten Ankert und Travis Ewanyk standen Patrick Seifert und Adrian Grygiel im Aufgebot. Ilya Proskuryakov stand zwischen den Pfosten und sah, wie seine Vorderleute in der Anfangsphase körperlich gegen den Tabellenführer Akzente setzten. Phillip Bruggisser (1.) und Garrett Noonan (2.) teilten harte, aber faire Checks aus. Als die Pinguine mit einem Spieler mehr auf dem Eis standen, hatten die Mannheimer die beste Möglichkeit – Tommi Huhtala traf den Pfosten (6.). Proskuryakov konnte sich auszeichnen, als Huhtala und Garrett Festerling alleine auf ihn zuliefen, doch Sekunden später lag der Puck trotzdem im Netz – Chad Kolarik spitzelte  ihn durch die Beine des Russen zum 1:0 (10.). Die Kurpfälzer hatten weitere Möglichkeiten, die Führung noch auszubauen, doch Proskuryakov war stets auf dem Posten.

Drei Überzahlspiele können
die Pinguine nicht nutzen

Zu Beginn des Mitteldrittels zogen die Mannheimer das Tempo an, Proskuryakov verhinderte den zweiten Gegentreffer. Nachdem der Russe einen Schuss aus spitzem Winkel von Tommi Huhtala nicht festhalten konnte, staubte Markus Kink  ab – 2:0 (27.). Aus einer Druckphase heraus entstand das 3:0, Joonas Lehtivuori stand alleine vor Proskuryakov, legte aber noch für Luke Adam ab (30.). Reid nahm seine Auszeit,  die zeigte Wirkung. Es dauerte zwar ein paar Minuten, bis die Pinguine den Drei-Tore-Rückstand verdaut hatten, doch plötzlich spielten die Krefelder gut mit, erkämpften sich viele Scheiben, kamen  auch zu Chancen. Jacob Berglund vergab zunächst noch vor dem halbleeren Tor (35.), doch bei einem Alleingang ließ er Pickard keine Abwehrchance (36.). Chad Costello brachte in Überzahl mit einem Schuss in den Winkel die Pinguine 22 Sekunden vor der Drittelpause sogar auf 2:3 (40.) heran.

Die Hoffnung der 700 KEV-Fans, die mit einem Sonderzug angereist waren, auf eine Überraschung wurden zu Beginn des Mitteldrittels im Keim erstickt. Nach einer Strafe gegen Martin Lefebvre erzielte Markus Eisenschmid den vierten Mannheimer Treffer (43.). Es sollte die Vorentscheidung sein, denn auch drei Überzahlspiele in der Schlussphase brachten die Pinguine nicht mehr ins Spiel zurück.