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Krefeld Pinguine: Müller und Gawlik sind die Matchwinner bei den Pinguinen

Krefeld Pinguine : Müller und Gawlik sind die Matchwinner bei den Pinguinen

Die Pinguine gewinnen in Ingolstadt mit 5:2 — dort, wo der Mannschaft vor fast zehn Monaten der letzte Auswärtsdreier gelang.

Ingolstadt. Verrückte Pinguine! Nach der bitteren Heimniederlage am Freitag überraschte die Mannschaft von Rick Adduono in Ingolstadt mit einem 5:2-Sieg. Christoph Gawlik gelingt mit einem Unterzahl-Tor acht Minuten vor Spielende der entscheidende Treffer. Andrew Engelage musste verletzt ausgewechselt werden, Patrick Klein spielte im Schlussdrittel.

Am 5. Januar dieses Jahres gewannen die Pinguine mit 3:1 in Ingolstadt — es war bis Sonntag der letzte Sieg nach 60 Minuten in der Fremde. Seitdem hat es saisonübergreifend in 13 Auswärtsspielen nicht mehr zu einem Dreier gereicht. Diese Serie wollten die Schwarz-Gelben am Sonntag beim Tabellenvierten beenden.

Die ersten Minuten begannen vielversprechend. Mit gutem Forechecking erzwangen die Krefelder immer wieder Scheibenverluste der Panther im eigenen Drittel. Marcel Müller vergab einen Alleingang (4.). Die Oberbayern be-straften den einzigen Zuordnungsfehler in der Defensive — Petr Taticek überwand Engelage aus kurzer Distanz (9.). Kurz vor Drittelende prallte John Laliberte in voller Fahrt mit Engelage zusammen (17.). Der Torhüter konnte zunächst weiterspielen, musste zwei Minuten später einen Alleingang (19.) von Kael Mouillierat parieren.

Nachdem die Pinguine zu Beginn des Mitteldrittels ein Unterzahlspiel überstanden hatten, waren sie mit einem Konter zum Ausgleich erfolgreich — Müller bediente den mitgelaufenen Markus Nordlund (25.). Nur 57 Sekunden später waren die Schwarz-Gelben zum ersten Mal in dieser Saison auswärts im Powerplay erfolgreich. Jordan Caron traf im Nachschuss (26.). Adrian Grygiel hätte in Überzahl sogar nachlegen können, aber der Kapitän verfehlte das leere Tor. Der Kapitän Grygiel hämmerte den Puck an die Querlatte (31.). Das rächte sich Sekunden vor der zweiten Pause, als Darin Olver einen Distanzschuss unhaltbar zum 2:2 abfälschte (40.).

Im letzten Drittel stand Patrick Klein für den angeschlagenen Engelage zwischen den Pfosten. Das förderte die Konzentration der gesamten Mannschaft, die kaum eine Torchance der Panther zuließen. Als Caron auf der Strafbank saß, sorgte Gawlik in Unterzahl für die Entscheidung. Der ehemalige Ingolstädter und Meisterspieler von 2014 ließ bei einem Konter Torhüter Jochen Reimer keine Abwehrchance (52.).

Die Schlussoffensive der Gastgeber blieb aus, stattdessen setzte sich Müller gegen zwei Abwehrspieler durch, tanzte Reimer aus und traf aus spitzem Winkel zum 4:2 (57.). Ingolstadt nahm Reimer bereits dreieinhalb Minuten vor Spielenende zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Müller nutzte dies mit seinem zweiten Torerfolg zum 5:2-Endstand (57.). Der Schütze des entscheidenden Treffers, Christoph Gawlik, war vor allem mit seinen Mitspielern hochzufrieden. „Das war eine gemeinsame Mannschaftsleistung. Heute haben wir nach den Gegentoren endlich einmal nicht den Faden verloren.“