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Krefeld Pinguine: Manavian muss Pinguine verlassen

Krefeld Pinguine : Manavian muss Pinguine verlassen

Die Krefeld Pinguine werden für den französischen Nationalspieler keine Lizenz beantragen. Ein neuer Verteidiger soll in der nächsten Wochen aus Übersee kommen.

Krefeld. Er war einer der Ersten — in vielerlei Hinsicht: Im Mai, zeitig vor dem Trainingsstart verpflichtet, und bei der Ankunft der Importspieler Ende Juli. Jetzt ist Antonin Manavian aber auch derjenige, der als Erster gehen muss — er wird für die Krefeld Pinguine in dieser Saison nicht in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) spielen. Der Club wird für den französischen Nationalspieler keine Spiellizenz bei der DEL beantragen, teilte Sportdirektor Matthias Roos gestern mit. Das ist zwei Tage vor dem Ligastart nicht weniger als ein Paukenschlag.

Denn Manavian war als Nummer-1-Verteidiger gekommen, Er hatte Trainer Rick Adduono und Roos bei der WM im Spiel der Franzosen gegen Kanada in Köln durch seine kompromisslose und geradlinige Spielweise überzeugt. Mit seiner Erfahrung sollte er ein wichtiger Führungsspieler sein. Diese Hoffnungen sind zerstoben. Roos sagt: „Er hat bei uns nie das abrufen können, was er bei der WM gezeigt hat.“

Gleich nach Trainingsstart am 1. August hatte er sich zudem verletzt, das erste Testspiel gegen Iserlohn bei der Saisoneröffnung daher verpasst. Der Entscheidung zur Trennung sei ein langer Prozess der internen Diskussion vorausgegangen. Sie sei hart und niemandem leicht gefallen, sagte Roos.

Für Manavian werden die Pinguine personell nachlegen, einen neuen Verteidiger verpflichten, da aktuell nur sechs Profis in der Defensive fit sind. Vor dem Start am Freitag gegen Meister München werde allerdings niemand zum Kader stoßen. Kandidaten aus Übersee oder Skandinavien seien in der internen Diskussion, mit Vollzug sei erst in der kommenden Woche zu rechnen, sagt Roos.

Bis zum Freitagmittag müssen alle Importspieler bei der DEL gelistet sein, um am Abend zum Saisonauftakt auf dem Eis stehen zu können. So ganz ungewöhnlich ist der Vorgang nicht, einen ausländischen Spieler nicht mit einer Lizenz auszustatten. Das ist vor zwei Jahren auch Hunter Bishop widerfahren. Der Stürmer war für zu leicht befunden worden. Manavian ist seit gestern freigestellt, damit er sich einen neuen Arbeitgeber suchen kann. Bis dahin müssen die Pinguine natürlich zahlen.