Krefeld Pinguine wollen Nachfolger für Trainer Reid bald präsentieren

Trainer entlassen : Krefeld Pinguine wollen Nachfolger für Reid bald präsentieren

Der Krefelder DEL-Klub und sein 38-jähriger Cheftrainer Brandon Reid gehen getrennte Wege. Sein Nachfolger soll schon bald feststehen.

Aus und vorbei: Brandon Reid ist nicht mehr länger Trainer der Krefeld Pinguine. Eine Nacht nach 19. Saisonniederlage gegen Bremerhaven (2:3) überbrachte Sportdirektor Matthias Roos dem 38-Jährigen am Donnerstag die Nachricht. „Ich habe mich zusammen mit dem Trainerteam um 10 Uhr in meinem Büro getroffen und Brandon die Entscheidung mitgeteilt.“ 20 Minuten später sei die vorerst letzte Besprechung zwischen Roos und seinem Trainerteam dann auch schon wieder vorbei gewesen. Während Reid gehen muss, bleibt Co-Trainer Pierre Beaulieu. Ob als Chef-, Interims- oder Co-Trainer bleibt offen.

„Wir wollen da in Kürze eine Entscheidung treffen“, so Roos, der die Partie am Mittwoch an der Seite von Ex-Haie-Trainer Niklas Sundblad verfolgte. „Niklas Sundblad ist ein guter Bekannter und war diese Saison schön häufiger im Stadion“, erklärt Roos. Ob der 46-Jährige eine Chance auf einen möglichen Cheftrainerposten bei den Pinguinen hat, ließ der Pinguine-Sportdirektor unbeantwortet. Für die klammen Pinguine wird es zunächst darum gehen, die Verpflichtung eines neuen Cheftrainers finanziell darstellbar zu machen.

Die Niederlage gegen Bremerhaven war am Mittwochabend aber nur die Spitze des Eisbergs. Wieder einmal zeigten die Pinguine eine schwache Vorstellung und ließen die treuen Fans in Sarkasmus verfallen. Im letzten Drittel schallte ein ironisches „Deutscher Meister wird nur der KEV“ durch die Halle. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Pinguine mit 1:3 hinten. Dass die Pleite gegen Bremerhaven nicht zu einem Debakel geworden ist, lag einzig und allein an Torhüter Jussi Rynnäs. Bezeichnend dazu wies der Finne lautstark seine Vorderleute zurecht, zeigte auf, wie sie sich zu bewegen haben. Neben Rynnäs weiß derzeit nur der wiedergenesene Martin Schymainski zu überzeugen. Dabei hat es unter dem Strich keine große Rolle gespielt, ob das Spiel nun 2:3 oder 1:6 ausgegangen wäre – den Kredit bei den Fans hat sich die Mannschaft mittlerweile verspielt. Nach der fünften Saison voller Enttäuschungen haben viele Anhänger die Nase voll.

Der Rückstand auf Platz zehn beträgt ohne die Spielausgänge am Freitag bereits acht Punkte, die Chance auf den Einzug in die Pre-Playoffs sinkt rapide. Auf den Social-Media-Kanälen entlud sich der Frust einiger Anhänger, viele stellten infrage, kommende Spiele überhaupt noch im Stadion verfolgen zu wollen. 3076 Zuschauer waren am Mittwochabend noch passabel, doch der Trend geht nach unten. Spielansetzungen am Mittwochabend sind da ein Grund, doch in erster Linie spielen sich die Krefelder zuletzt die Halle leer.

Die Pinguine konnten Bremerhaven wieder einmal nicht über die volle Spielzeit an ihrem Plan festhalten, leisteten sich schwerwiegende Fehler, die es dem Gegner einfach machten. Spieler Jeremy Welsh sagt: „Bremerhaven hat einfach gespielt und sie haben sich nicht selbst geschlagen. Wir haben im zweiten Drittel wieder fünf bis sechs Minuten unnötige und einfache Fehler gemacht. Da hingen unsere Köpfe wieder unten und in unserer Situation ist es schwer da wieder herauszukommen.“