Krefeld Pinguine: Wahnsinns-Tor entscheidet Derby gegen Düsseldorf

Krefeld Pinguine vs. DEG : Wahnsinns-Tor entscheidet Straßenbahnderby

Der Schwede Hanson hat das packende Derby zwischen Krefeld Pinguinen und DEG im Alleingang entschieden - mit einem Wahnsinns-Tor.

Rekordkulisse und Derbysieg – der zweite in dieser Spielzeit. Die Krefeld Pinguine haben die Düsseldorfer EG am Freitagabend mit 3:2 nach Verlängerung besiegt. Greger Hanson machte die Pinguine-Fans mit seinem Geniestreich in der Verlängerung glücklich.

Es war bereits der zweite Sieg gegen die DEG nach dem 4:3 in Düsseldorf vor knapp vier Wochen – ebenfalls in der Verlängerung.

Hansons Traumtor – durch die Hosenträger, dann ins kurze Eck

Einiges zu klären gab es im Derby – nicht nur im Kampf um den Puck. Foto: Andreas Bischof

Ausgerechnet Hanson traf in der Verlängerung, die in Gefahr war, weil der Schwede sich 74 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit ein unnötiges Foul leistete. Doch seine Mitspieler überstanden das Unterzahlspiel dank tollem Einsatzes erfolgreich. Kurz darauf folgte der große Auftritt von Hanson. Er hatte nur noch Düsseldorfs Torwart Matthias Niederberger und Bernhard Ebner vor sich, drehte sich in Ebner hinein, spielte dem Düsseldorfer Verteidiger den Puck durch die Beine und überwand Niederberger zum Siegtreffer im kurzen Eck. Es war der erste Saisontreffer des Schweden – ein perfekter Zeitpunkt.

Die DEG hatten die ersten Chancen in einem temporeichen ersten Drittel, doch Leon Niederberger (3.) und John Henrion (4.) scheiterten. Im Anschluss bestimmten die Pinguine den Rhythmus auf dem Eis. Sie gewannen viele Zweikämpfe, brachten immer wieder Schüsse auf das Düsseldorfer Tor. Einzig Niederberger war der Spielverderber. Der Torhüter strahlte viel Ruhe aus, ließ sich nicht bezwingen. Die DEG ging mit einer Führung in die erste Pause, weil ein verdeckter Schuss von Ryan McKiernan unmittelbar nach einem Bully im langen Eck einschlug (14.).

Schymainskis Treffer zum 2:2 ebnet Weg in die Verlängerung

Zu Beginn des Mitteldrittels hatten die Schwarz-Gelben etwas den Schwung und das Tempo verloren, hatten zudem Glück, dass ein Schuss von Ebner nur den Pfosten streifte (24.). Die Pinguine konnten ein Powerplay nicht nutzen, überstanden eine Strafe gegen Jacob Berglund unbeschadet.

Als Center Jacob Berglund gerade wieder auf das Eis zurückgekehrt war, bekam er einen Pass von Tim Miller aufgelegt, stürmte alleine auf Niederberger zu, schob dem Torhüter den Puck zum 1:1-Ausgleich durch die Beine (32.). Das brachte die Krefelder ins Spiel zurück, sie verpassten es aber, vor der zweiten Pause in Führung zu gehen.

Das Schlussdrittel begann mit einer kalten Dusche für die Krefelder. Braden Pimm traf in Überzahl im Nachschuss (43.). Die DEG ließ nicht viel zu, doch in Krefelder Überzahl bewies Vinny Saponari Übersicht und bediente Martin Schymainski, der zum umjubelten 2:2-Ausgleich traf (53.) und für die Verlängerung sorgte.

Caron hat für zwei Jahre bei Sibir Novosibirsk unterschrieben

Die Personalie Jordan Caron ist indes bei den Pinguinen Geschichte. Sibir Novosibirsk, Tabellenletzter der Eastern Conference aus der russischen KHL, hat Caron für zwei Jahre unter Vertrag genommen. Matthias Roos verwies darauf, dass die Ablösesumme bis Dienstag auf dem Konto der Pinguine eingegangen sein muss, ansonsten müsse Caron nach Krefeld zurückkehren.

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