Krefeld Pinguine verpflichten Verteidiger

Eishockey : Ankert ist heiß auf die Derbys

Der 30-jährige Zugang aus Wolfsburg soll der jungen Defensive der Pinguine mit seiner Erfahrung mehr Stabilität geben.

Torsten Ankert und die Krefeld Pinguine – bislang war diese Verbindung eine von Rivalität geprägte. Elfeinhalb Jahre lang schnürte der Verteidiger die Schlittschuhe für die Kölner Haie in der DEL – inklusive einiger rassiger Derbys an der Westparkstraße. „Im König-Palast bin ich immer von der Atmosphäre beeindruckt gewesen“, sagte Ankert gestern nach seinem bekanntgegebenen Wechsel von Wolfsburg an den Niederrhein.

 Er freue sich auf den Niederrhein und die „Aufbruchstimmung“ bei den Pinguinen. „Hier wächst etwas Neues zusammen“, ist sich der 30-Jährige sicher, der nach einer schweren Schulterverletzung 2017 in der Wolfsburger Defensive diese Saison bislang nur eine untergeordnete Rolle. Für Pinguine-Trainer Brandon Reid ist die Verpflichtung von Ankert trotz dessen gesunkenem Stellenwert in der Autostadt eine gute Ergänzung zum bestehenden Kader. „Wir haben eine junge Defensive, Torsten Ankert wird mit seiner Erfahrung dazu beitragen, dass auch einige Spieler mal verschnaufen können.“ Gemeint sind vor allem die Zugänge Martin Lefebvre und Phillip Burggrisser, die durchschnittlich mit Abstand die meiste Eiszeit bekommen haben in den bisherigen acht Spielen der Saison

Riefers und Bettauer
dürften wieder stürmen

Ankerts Verpflichtung dürfte Planspiele in der Aufstellung nach sich ziehen. Philip Riefers und James Bettauer, die zuletzt an der Seite von Garrett Noonan und Martin Lefebvre einen guten Job in der Defensive machten, wurden von Reid bereits als potentielle Kandidaten für die Sturmreihen in Stellung gebracht. Richtig eng im Defensivverbund wird es spätestens wenn Patrick Seifert wieder mitmischen kann. Für die Spiele am Wochenende gegen die Eisbären Berlin am Freitag um 19.30 Uhr und bei den Nürnberg Ice Tigers (So., 16.30 Uhr) ist der gebürtige Augsburger nach Aussage von Sportdirektor Roos aber noch kein Thema.

Ankert hingegen könnte bereits am Freitag gegen die Eisbären sein Debüt im Trikot der Pinguine geben. Gestern angereist, wird der ehemalige deutsche Nationalspieler schon am Donnerstag sein erstes Training unter der Leitung von Brandon Reid absolvieren. Der Trainer erwartet von seinem Zugang mit der Nummer 81 voranzugehen: „Torsten ist ein zuverlässiger und taktisch disziplinierter Verteidiger.“ Noch aus eigenen Derbys zwischen Düsseldorf und Köln sei Ankert dem Pinguine-Trainer im Gedächtnis geblieben.

Ankert wechselte 2003 aus Essen nach Köln in das DNL-Team der Haie und gab sein Debüt in Deutschen Eishockey Liga in der Spielzeit 2005/06 im Alter von 17 Jahren. Insgesamt hat der Defensivspezialist für Köln 527 Hauptrundenspiele in der DEL absolviert.

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