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Krefeld Pinguine verlieren gegen Angstgegner Bremerhaven

Eishockey : Der Bremerhaven-Fluch der Krefeld Pinguine

Drei Gegentore innerhalb von 107 Sekunden machen den Unterschied. Die Krefeld Pinguine können gegen Bremerhaven einfach nicht gewinnen.

Die Krefeld Pinguine haben zum zehnten Mal in Folge gegen Bremerhaven verloren. Bei der 3:5-Niederlage am Sonntagabend an der Nordsee leisteten sich die Schwarz-Gelben im zweiten Drittel zu viele Strafzeiten. Nach einer Spieldauerstrafe gegen Travis Ewanyk kassierten sie drei Gegentore innerhalb von 107 Sekunden.

Es bleibt dabei. Die Pinguine können gegen Bremerhaven nicht gewinnen. Nach guten ersten Minuten verloren sie nach dem ersten Gegentreffer völlig den Faden, präsentierten sich vor dem gegnerischen Tor, insbesondere in Überzahl, viel zu harmlos. Erst als das Spiel entschieden war, konnten die Krefelder durch drei Treffer im Schlussdrittel das Ergebnis freundlicher gestalten. Durch die dritte Niederlage in Folge beträgt der Vorsprung auf den elften Tabellenplatz nur noch drei Punkte. Martin Schymanski sagte nach dem Spiel frustiert: „Wir haben uns das Spiel durch die Spieldauerstrafe kaputt gemacht.“

Mit einem umstrittenen Penalty geht Bremerhaven in Führung

Die Pinguine kamen hellwach aus der Kabine, Chad Costello vergab nach wenigen Sekunden einen Alleingang. Tomas Pöpperle machte auch alle weiteren Gelegenheiten der Schwarz-Gelben im ersten Drittel zunichte. Dass die Gastgeber mit einer Führung in die erste Drittelpause gingen, konnten sie den schwachen Schiedsrichtern verdanken. Bei einem Konter hakte Tim Miller zwar seinen Gegenspieler Cory Quirk kurz, doch der Bremerhavener kam im Anschluss noch zum Torabschluss. Ilya Proskuryakov parierte, doch die Unparteiischen entschieden auf Penalty. Quirk lief selbst an und verzögerte dann so lange, bis er Ilya Proskuryakov ausgeguckt hatte. Der Russe verharrte zu lange auf der Torlinie (10.), war dadurch machtlos.

Drei Gegentore in drei Minuten besiegeln die Niederlage

Für die Pinguine hätte es noch schlimmer kommen können, denn Chad Nehring (5.) und Chris Rumble (17.) trafen den Pfosten. Der Bremerhavener Nicholas Jensen zeigte Ende des Auftaktdrittels eine starke Fairplay-Geste. Martin Schymainski hatte nach einem angeblichen Foul schon auf der Strafbank Platz genommen, als der Verteidiger die Situation bei den Schiedsrichtern richtig stellte, so dass diese die Strafe zurücknahmen.

Im Mitteldrittel leistete sich Travis Ewanyk einen Check gegen den Kopf von Topscorer Jan Urbas. Chad Nehring stürmte auf Ewanyk los und die beiden ließen die Fäuste fliegen. Die Schiedsrichter schickten den Krefelder vorzeitig in die Kabine (27.). Bremerhaven nutzte das Powerplay zu drei Toren. Proskuryakov sah bei den Treffern von Mark Zengerle (29.), Jensen (30.) und Miha Verlic (31.) nicht immer glücklich aus und räumte nach dem vierten Gegentreffer dann den Kasten – Dimitri Pätzold rückte zwischen die Pfosten.

Das Spiel war hektisch, die Schiedsrichter verloren den Überblick. Die Offensivaktionen der Schwarz-Gelben, die auch immer wieder in Überzahl spielen konnten – davon 48 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Eis – waren viel zu harmlos.

Im Schlussdrittel betrieben Jacob Berglund (44.), Martin Lefebvre (48.) und Adrian Grygiel (60.) Ergebniskosmetik. Der Ex-Krefelder Justin Feser hatte zwischenzeitlich den fünften Treffer für die Küstenstädter erzielt (47.).