Eishockey: Krefeld Pinguine verlieren Derby gegen Kölner Haie

Eishockey : Krefeld Pinguine verlieren Derby gegen Kölner Haie

Auch das Derby gegen die Kölner Haie hat die Krefeld Pinguine nicht in die Erfolgsspur zurückgebracht. Sie unterlagen am Sonntagnachmittag den Domstädtern mit 1:3. Nur Daniel Pietta traf.

Es war für die Schwarz-Gelben die achte Niederlage in Folge. Gegen den Tabellendritten gab es zwar gute Phasen, aber über die gesamte Spielzeit gesehen waren die Krefelder vor dem gegnerischen Kasten zu harmlos. Zurzeit kann Brandon Reid einzig auf seine Topreihe vertrauen. Von allen anderen Angriffsformationen geht kaum Torgefahr aus – zu wenig um im Kampf um Platz zehn im Rennen zu bleiben.

Die Pinguine luden zum Retro-Spieltag ein. Viele ehemalige Spieler folgten dieser Einladung und so standen beim Einlauf der Krefelder Spieler mehr als 30 Ehemalige – unter ihnen Christian Ehrhoff und Ehrenkapitän Uwe Fabig – Spalier. Das schien die Schwarz-Gelben, die in Sondertrikots mit dem Krefelder Stadtwappen auf der Brust aufliefen, zunächst zu beflügeln. Sie dominierten das erste Drittel und gaben insgesamt 17 Schüsse auf Gustaf Wesslau ab. Das lag auch daran, dass sie fast die Hälfte der Spielzeit mit einem Spieler mehr auf dem Eis standen. Allerdings konnten sie keinen ihrer Torschüsse im Kölner Kasten unterbringen. Eine Strafe gegen die Domstädter wurde den Schwarz-Gelben gar zum Verhängnis. Als Colby Genoway gerade von der Strafbank aufs Eis zurückgekehrt war, landete ein leicht abgefälschter Rückpass von Vinny Saponari ausgerechnet bei dem Kölner, der daraufhin freie Bahn in Richtung Dimitri Pätzold hatte. Genoway traf gegen das Geburtstagskind – Pätzold vollendete am Sonntag sein 36.Lebensjahr – mit Hilfe der Querlatte zur Gästeführung.

Das zweite Drittel war ausgeglichen. Die Pinguine hatten Pech im Abschluss. Garrett Noonan traf mit einem abgefälschten Fernschuss den Pfosten (25.). Martin Lefebvre scheiterte freistehend an Wesslau und als der Schlussmann Sekunden später schon geschlagen war, warf sich Sebastian Uvira auf den Puck. Die Schiedsrichter bemühten zwar den Videobeweis, sprachen den Pinguinen allerdings keinen Penalty zu – Uvira hatte das Spielgerät im Torraum mit der Hand blockiert (32.). Als James Bettauer kurz vor Drittelende auf die Strafbank musste, schlugen die Haie gnadenlos zu. Uvira traf 1,5 Sekunden vor der Sirene im Nachschuss zum 0:2 (40.).

Das Schlussdrittel war von Unterbrechungen geprägt. Auf den Rängen dominierten die rund 600 mitgereisten Haie-Fans. Die Anhänger der Pinguine schienen ihr Team schon aufgegeben zu haben. Als Pietta sieben Minuten vor Spielende endlich zum Anschluss traf (53.), fiel sein Jubel entsprechend aus. Er versuchte die Fans wachzurütteln. In der Schlussphase war die Unterstützung zwar da, doch sie half nicht mehr. Als Pätzold sein Tor zugunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte, traf Fabio Pfohl 45 Sekunden vor Spielende ins leere Krefelder Tor zum 1:3 (60.).

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