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Krefeld Pinguine: Ungewisse Zukunft für Torwart Oskar Östlund

Schwedischer Torwart vor ungewisser Zukunft : Pinguine: Fragezeichen hinter Östlund

Gut drei Wochen lang haben die Krefeld Pinguine auf der Position des Geschäftsführers noch eine Art Doppelspitze. Neben Roger Nicholas, dem seit Mai eingesetzten Sportlichen Leiter und Geschäftsführer, ist auch dessen Vorgänger Matthias Roos noch drei Wochen in die Aufgaben auf der Geschäftsstelle eingebunden.

Gemeinsam mit einer Steuerkanzlei erarbeitete Roos in den vergangen Tagen und Wochen die nötigen Unterlagen für die Lizenzierung zur Saison 2020/21 in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Stichtag für die Abgabe ist der kommende Sonntag.

Die Pinguine brachten ihr Paket an Dokumenten aber schon am Freitag auf den Weg. „Soweit ich das jetzt schon beurteilen kann, sieht es gut aus“, sagt Roos. Die Wirtschaftsprüfer der DEL müssten jetzt die Unterlagen sichten und bewerten. Mit einer ersten Rückmeldung rechnet Roos bereits in der kommenden Woche. „Es dürfte eigentlich nichts schiefgehen“, wirft Roos einen Blick in die Zukunft.

Drei Wochen noch, dann endet Roos’ Amtszeit in Krefeld. Dann wird Roger Nicholas ohne den Mann auskommen müssen, der in den vergangenen zweieinhalb Jahren die Krefeld Pinguine durch seine Doppelfunktion als Geschäftsführer und Sportlicher Leiter in Personalunion führte. „Ich konnte jetzt viel lernen, als die Unterlagen für die Lizenzierung vorbereitet wurden“, sagt Nicholas. Genug Arbeit macht dem 62-Jährigen aber weiterhin die Zusammenstellung des neuen Kaders. Auch wenn es offiziell aufgrund der DEL-Transfersperre bis Dienstag, 30. Juni, keine Wechsel gibt, laufen im Hintergrund Gespräche. Zuerst müssen die Pinguine im eigenen Kader für Klarheit sorgen. Dabei steht weiter ganz oben auf der Liste derer, die trotz laufendem Vertrag vielleicht doch noch gehen müssen, ein Name: Oskar Östlund.

Schlussmann will sich auf Nachfrage nicht äußern

Der schwedische Torwart hatte erst vor wenigen Wochen einen neuen Zweijahresvertrag bei den Pinguinen unterschrieben, soll den Verein aber womöglich noch in diesem Sommer wieder verlassen. Nicholas sagt: „Es gab erste Gespräche, aber noch ist nichts entschieden, wir wissen noch nicht, was passiert.“ Nach Informationen unserer Redaktion soll Östlund aber in den Gesprächen deutlich gemacht worden sein, dass seine Zukunft nicht an der Westparkstraße liege. Der Schwede, der derzeit in Norwegen weilt, wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Thema äußern. „Corona macht alles schwierig“, findet hingegen Geschäftsführer Nicholas.

Die Auswirkungen der Virus-Pandemie würden für eine Art Stillstand auf dem Transfermarkt sorgen. Auch deshalb würde es in der Personalie Daniel Pietta noch keine weiteren Neuigkeiten geben. „Wir haben mit dem Berater von Daniel Pietta gesprochen. Es gibt aber noch nichts zu vermelden. Die Situation ist auch für Daniel unglücklich, da auf dem Markt derzeit nichts los ist. Ich denke, dass es für den Spieler wie für den Verein ist, es gibt derzeit keinen Zeitdruck. Ich muss keine Entscheidungen treffen, das gleiche gilt für Daniel.“

Derweil versuche Sergej Saveljevs, der Berater von Geschäftsführer Nicholas, in diesen Tagen viele Spieler zu scouten und Gespräche mit unterschiedlichen Vereinen und Sportdirektoren zu führen. „Da wird nicht verhandelt“, betont Nicholas. Das Steckenpferd des 24-jährigen Letten sei im Übrigen der osteuropäische Eishockeymarkt. „Weißrussland, Russland, Tschechien – Sergej Saveljevs verfügt über ein großes Netzwerk und kennt viele Spieler von einem Markt, der in der DEL nur eine eher untergeordnete Rolle spielt“, so Nicholas. Ob die neuen Spieler also überwiegend aus Osteuropa kommen werden, wollte der Geschäftsführer nicht bewerten. „Sie werden von überall her kommen.“ Wann es die ersten Zugänge zu verzeichnen gebe, könne Nicholas aber auch noch nicht sagen.