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Krefeld Pinguine: Sportdirektor Roos glaubt nicht an Spielerflucht

Eishockey : Sportdirektor Roos glaubt nicht an Spielerflucht bei den Krefeld Pinguinen

Vor Ende der liga-internen Wechselfrist (31. Dezember) soll es im Kader der Krefeld Pinguine keine Änderungen geben.

Nach der Schlusssirene am Samstagabend waren die Pfiffe in der Yayla-Arena deutlich vernehmbar. Die Krefeld Pinguine hatten gegen die Grizzlys Wolfsburg am Ende deutlich mit 1:5 verloren. Es war bereits die 13.Niederlage im 16.Heimspiel. „Das war heute ein Schritt zurück“ sagte Pierre Beaulieu nach dem Spiel. Der 36-jährige bemängelte große Fehler in der Defensive und den fehlenden Willen der Mannschaft sich trotz des Rückstands noch einmal ins Spiel zurückkämpfen zu wollen. Zumindest bis zur Hälfte des Spiels hielt die Defensive.

Das 0:1 durch Gerrit Festerling fiel erst in der 33.Minuten. Festerling erzielte den Führungstreffer in Lacrosse-Manier. Der Wolfsburger legte sich hinter dem Tor stehend den Puck auf die Kelle und schwang seinen Schläger um den Pfosten herum. Bei den folgenden Treffern der Niedersachsen taten sich große Lücken in der Krefelder Abwehr auf. Die Gäste waren durch einen Nachschuss, einen abgefälschten Schuss und einen Spielzug, bei denen die Pinguine nur Zuschauer waren, erfolgreich. Der fünfte Gäste-Treffer fiel ins leere Tor, weil Beaulieu Dimitri Pätzold vom Eis beordert hatte.

Drimitri Pätzold musste den erkrankten Jussi Rynnäs vertreten

Pätzold ging geschwächt ins Spiel, musste jedoch zwischen die Pfosten, da sich am Morgen Jussi Rynnäs mit Fieber abgemeldet hatte. Auf ihren Social-Media-Kanälen entschuldigten die Pinguine die schwache Leistung auch mit einem Magen-Darm-Virus, der momentan durch die Mannschaft geht.

Viele Fans in der mit 5 168 sehr gut gefüllten Yayla-Arena hatten jedoch kein Verständnis für die enttäuschende Offensivleistung ihrer Mannschaft. Die Verantwortung wurde oftmals abgegeben, obwohl Spieler in guter Schussposition waren, noch ein Passversuch unternommen, anstelle den Abschluss zu suchen. Eher zufällig entstand auch der einzige Treffer der Schwarz-Gelben an diesem Abend. Während drei Spieler des zweiten Überzahlblocks bereits gewechselt hatten, standen mit Justin Hodgman und Mark Cundari noch zwei Spieler auf dem Eis. Die drei übrigen Krefelder, Vinny Saponari, Daniel Pietta und Torschütze Garrett Noonan, zählten gegen Wolfsburg zur ersten Powerplayformation und hatten Sekunden zuvor gewechselt.

Im letzten Spiel des Jahres 2019 treten die Schwarz-Gelben am Montagabend (19.30 Uhr) in München an. Der Tabellenführer hat sein kleines Tief überwunden und die vergangenen fünf Spiele gewonnen und liegt in der Tabelle 45 Punkte vor den Pinguinen. Ein Punktgewinn für die Krefelder wäre mehr als eine große Überraschung. Anlass zur Hoffnung gibt immerhin der erste Auftritt in der bayrischen Landeshauptstadt in dieser Saison. Am 20. Oktober unterlagen die Schwarz-Gelben nur mit 1:2. Nach dem Führungstreffer von Chad Costello erzielten die Münchener im Mitteldrittel zunächst den Ausgleich und kurze Zeit später nach zwei strittigen Strafen gegen die Pinguine in doppelter Überzahl den entscheidenden Treffer.

Wohl kein Spielerwechsel
mehr vor dem 31. Dezember

Immerhin: Die Mannschaft wird voraussichtlich keinen Spieler vor Ablauf der Wechselfrist innerhalb der DEL (31. Dezember) verlieren. „Stand jetzt ist kein Spieler mit einem möglichen Wechselwunsch auf mich zugekommen“, teilte Sportdirektor und Geschäftsführer Matthias Roos gegenüber unserer Redaktion am Sonntag mit. Mit Jussi Rynnäs gibt es sogar einen Stammspieler, der seinen Kontrakt laut Roos gerne bei den Pinguinen verlängern wollen würde. „Und es gibt noch weitere, die gerne bleiben würden“, so Roos. Vor der nächsten Gesellschafterversammlung am 9. Januar werde es aber wohl keine Entscheidungen zum zukünftigen Kader geben.