Krefeld Pinguine spielen erst montags: Zaubertricks statt Derby in Köln

Eishockey : Zaubertricks statt Eishockey-Derby in Köln

Weil die Ehrlich Brothers die Arena in Köln belegen, spielen die Pinguine erst montags.

Der Jubel von Jussi Rynnäs kannte am Freitagabend kaum Grenzen. Der Finne feierte bereits in der letzten Spielminute mit den Fans den vierten Heimsieg der Saison. Es war einmal mehr zu sehen, wie sehr sich der Torhüter mit den Pinguinen identifiziert. Das Deuten auf das Vereinslogo auf seinem Trikot war unmissverständlich. Gekrönt hat Rynnäs den Abend mit einer tadellosen Leistung und seinem ersten Shutout in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Mehr als ein Jahr mussten die KEV-Fans darauf warten, dass ihre Mannschaft kein einziges Gegentor zulässt. Zuletzt gelang dies Ilya Proskuryakov am 30. November 2018 beim 2:0-Heimsieg gegen Nürnberg. Durch das Spiel ohne Gegentor verbesserte Rynnäs seine Fangquote auf 91,3 Prozent und liegt damit unter allen DEL-Stammtorhütern immerhin auf dem neunten Platz. Das ist insofern beachtlich, weil die Pinguine nach wie vor die meisten Gegentore in der gesamten Liga zulassen.

Jordan Caron soll sich auch in Krefeld angeboten haben

Ein Spieler, der die „weiße Weste“ von Rynnäs gerne verhindert hätte, war Jordan Caron. Der Ex-Krefelder, der sich bevor er den Vertrag in Schwenningen unterzeichnete auch den Pinguinen angeboten haben soll, erwischte jedoch einen gebrauchten Abend. Vier Schüsse gab er auf Rynnäs ab, die beste Gelegenheit bot sich dem Kanadier, als er einen Querpass direkt aufs Tor schoss aber Rynnäs an der Maske traf. Ansonsten wirkte Caron eher übermotiviert. Zwei Strafen handelte er sich ein, beim Überzahltreffer von Phillip Bruggisser war er einer von zwei Schwenningern, die auf der Strafbank saßen.

Pierre Beaulieu lobte nach dem zweiten Sieg unter seiner Verantwortung das Defensivspiel seiner Mannschaft. „Wir haben heute gut verteidigt. Ein Shutout ist für einen Torhüter immer gut, aber auch wichtig für die Mannschaft.“ Die Defensivleistung war zwar besser als in Spielen zuvor, trotzdem müssen die Schwarz-Gelben sich in den nächsten Begegnungen weiter steigern. 35 Torschüsse gaben die Schwenninger auf Rynnäs ab. In den acht Spielen unter Beaulieu waren es nur in einem einzigen Spiel noch mehr (41 gegen Berlin). Insgesamt verteidigten die Krefelder dennoch ihr eigenes Tor besser. Sie waren präsenter und entschlossener als in den Vorwochen wenn es darum ging die gegnerischen Stürmer vom eigenen Tor fernzuhalten.

Darauf wird es auch am Montagabend in der Begegnung bei den Kölner Haien (19.30 Uhr) ankommen. Zu diesem ungewöhnlichen Spieltermin am Montagabend kommt es durch die Ehrlich Brothers. Die Zauberkünstler belegten die Kölner Arena am gesamten vergangenen Wochenende. Die Haie sind zurzeit in einer kleinen Krise. Sie konnten nur eines ihrer vergangenen fünf Spiele gewinnen. Zu Hause gab es zuletzt drei Niederlagen in Folge für die Mannschaft von Mike Stewart. Am Freitag enttäuschten die Kölner in einem schwachen Derby gegen die Düsseldorfer EG (1:2). Bei ihrem ersten Gastspiel in der Domstadt wachten die Pinguine zu spät auf. Zwei Drittel spielten sie zu verhalten und lagen mit 0:2 im Hintertreffen. Erst im letzten Drittel kamen sie durch Laurin Braun zum Anschlusstreffer und setzten die Kölner in der Folgezeit unter viel Druck, doch der Ausgleich gelang nicht mehr.