Krefeld Pinguine: Reid sieht ideenloses Spiel seines Teams in Nürnberg

Eishockey : Reid sieht ideenlose Pinguine in Nürnberg – 2:4

Die Krefelder kassieren bei den Ice Tigers die dritte Niederlage in Folge. Einem guten Beginn folgt ein Gegentor in Überzahl. Die Schwarz-Gelben wachen danach zu spät auf.

Die Krefeld Pinguine haben das dritte Spiel in Folge verloren. Beim 2:4 in Nürnberg am Mittwochabend enttäuschten die Schwarz-Gelben vor allem in der Offensive. Ein Gegentor in Überzahl und individuelle Fehler kosteten die Krefelder einen möglichen Punktgewinn.

Die Schwarz-Gelben konnten nur in den Anfangsminuten und in der Schlussphase gegen die defensivstarken Gastgeber mithalten. Vor allem im zweiten Drittel kam die Mannschaft von Brandon Reid kaum gefährlich vor das Tor von Niklas Treutle. Für das Straßenbahnderby am Freitag in Düsseldorf (19:30 Uhr) ist eine deutliche Leistungssteigerung notwendig.

Brandon Buck trifft für die Hausherren in Unterzahl

Aufgrund der sechs Ausfälle nahm Trainer Reid Tom-Eric Bappert als siebten Verteidiger mit ins Frankenland. Die Pinguine begannen gefällig, ohne sich jedoch große Möglichkeiten zu erspielen. Als mit Eugen Alanov der erste Nürnberger auf die Strafbank musste, taten sich die Schwarz-Gelben schwer und kamen kaum ins gegnerische Drittel. Die Ice Tigers konnten einen Fehler von Philip Riefers gar zur Führung mit einem Spieler weniger auf dem Eis nutzen – Brandon Buck schloss einen Konter erfolgreich ab (11.).

In der Schlussminute des ersten Drittels mussten die Pinguine noch den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Topscorer Daniel Fischbuch hatte verdeckt abgezogen und in den Winkel getroffen. Nach Studium der Videobilder erkannten die Schiedsrichter den Treffer an. Rylan Schwartz hatte Dimitri Pätzold zwar die Sicht genommen, stand dabei aber nicht im Torraum (20.).

Im Mitteldrittel konnten die Pinguine verkürzen. Ein abgefälschter Puck landete bei Torsten Ankert, der sofort abzog und mit Hilfe des Nürnberger Verteidiger Kevin Schulze, der unhaltbar abfälschte, landete die Scheibe im Netz (23.). Für Ankert war es der erste DEL-Treffer nach mehr als drei Jahren. Er traf zuletzt im Frühjahr 2016 für die Kölner Haie. Danach verflachte die Begegnung. Nürnberg blieb spielbestimmend, die Schwarz-Gelben fanden in der Offensive kaum statt. Nur zehn Torschüsse zählten die Statistiker nach 40 Minuten. Zu allem Überfluss liefen die Pinguine in den Drittelschlusssekunden noch in einen Konter. Schwartz traf auf Zuspiel von Patrik Reimer, der sein 900. DEL-Spiel absolvierte, 0,3 Sekunden vor der Sirene zum 3:1 (40.).

Im letzten Drittel stellte Reid seine Reihen um. Zunächst zeigte dies kaum Wirkung. Pech hatte Jeremy Welsh, der nur das Eisengestänge traf (46.). Chad Bassen nutzte wenig später einen schlimmen Fehlpass von Garrett Noonan zum 4:1 (50.). Das war der zu späte Weckruf für die Pinguine, die zwei Minuten später verkürzten konnten. Chad Costello und Vinny Saponari spielten einen doppelten Doppelpass, Saponari traf aus spitzem Winkel zum 4:2 (52.).

Die größte Chance auf den dritten Treffer vergab Daniel Pietta, der mehr als 28 Minuten auf dem Eis stand, bei einem Alleingang (58.). Auch als Pätzold seinen Kasten zugunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte, gelang der Anschluss für die Gäste an diesem Abend nicht mehr.