Krefeld Pinguine: Platz zehn rückt in weite Ferne

Eishockey : Pinguine: Platz zehn rückt in weite Ferne

Nach einem schwachen ersten Drittel verliert das DEL-Team auch in Wolfsburg (2:3). Martin Schymainski erzielt sein erstes Saisontor.

Die Krefeld Pinguine sind am Sonntagnachmittag ohne Punkte aus Wolfsburg heimgekehrt. Bei der 2:3-Niederlage waren drei Gegentore im ersten Drittel entscheidend. Martin Schymainski erzielte seinen ersten Saisontreffer.

Es war eines der wichtigen Sechs-Punkte-Spiele für die Schwarz-Gelben. Wolfsburg, auf dem zehnten Tabellenplatz liegend, hatte fünf Zähler Vorsprung auf die Pinguine. Mit einem Sieg hätten die Krefelder den Abstand auf den letzten Platz, der zur Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigt, auf zwei Punkte verkürzen können. Doch durch die Pleite in der Autostadt beträgt der Rückstand auf die Grizzlys nun schon stattliche acht Zähler. Dabei brachten sich die Schwarz-Gelben durch zwei individuelle Fehler im ersten Drittel selbst um ein besseres Resultat.

Die Pinguine erwischten den besseren Start in die Begegnung, verpassten es aber insbesondere in ihrem ersten Überzahlspiel, in Führung zu gehen. Aus einem Scheibenverlust von Mark Cundari resultierte die 1:0-Führung der Grizzlys durch Valentin Busch (10.). Zwei Minuten später ließ Jussi Rynnäs einen Schuss von Gerrit Festerling aus der Bandenecke nach vorne abprallen. Philip Riefers verlor im falschen Moment seinen Gegenspieler Lukas Lessio aus den Augen, der mühelos zum 2:0 einschoss (12.). Als Philip Bruggisser wegen Spielverzögerung auf der Strafbank saß, mussten die Krefelder den umstrittenen dritten Gegentreffer hinnehmen. Beim Schuss von Fabio Pfohl hatte Rynnäs mit dem Schlittschuh sein Tor verschoben. Im Anschluss kullerte der Puck über den Schoner des Torhüters in das verschobene Tor. Die Schiedsrichter mussten anhand der Videobilder einschätzen, ob der Puck den Weg ins Tor auch gefunden hätte, wenn es nicht verschoben gewesen wäre. Da die beiden Unparteiischen entgegen ihrer ersten Entscheidung auf dem Eis dieser Auffassung waren, erkannten sie den Treffer an (18.). Zumindest musste die Mannschaft von Brandon Reid nicht ohne eigenes Erfolgserlebnis in die erste Pause. Justin Hodgman schickte Martin Schymainski, der mit einem trockenen Schuss Felix Brückmann überwinden konnte (20.). Für Schymainski war es der 200. Scorerpunkt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Im Mitteldrittel präsentierten die Schwarz-Gelben sich deutlich organisierter. Vor allem Schymainski suchte immer wieder den Weg vor das gegnerische Tor, um Schüsse abzufälschen oder Abpraller zu verwerten. Für Rynnäs wurde es zumeist nur in Unterzahl brenzlig. Seine Klasse bewies der Finne bei einem Alleingang von Spencer Machacek, als er lange stehen blieb und mit dem linken Schoner den Puck stoppte (39.).

Grant Besse trifft 24 Sekunden vor Schluss zum 2:3

Die Krefelder bemühten sich im Schlussdrittel um den Anschluss, aber klare Chancen gegen die defensivstarken Gastgeber waren Mangelware. In Überzahl verhinderte Brückmann mit einer Glanzparade gegen Chad Costello den zweiten Torerfolg (55.). Dieser gelang Besse erst 24 Sekunden vor der Schlusssirene, als Rynnäs schon längst seinen Kasten verlassen hatte (60.).

Zu spät, denn der Ausgleich sollte nicht mehr gelingen. Der Rückstand auf Pre-Play-off-Platz zehn beträgt jetzt schon acht Punkte.