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Krefeld Pinguine planen mit Pierre Beaulieu als Cheftrainer

Krefeld Pinguine : Pinguine planen mit Cheftrainer Beaulieu

Geschäftsführer Matthias Roos lobt die Arbeit des Kanadiers und kann sich eine weitere Zusammenarbeit gut vorstellen.

Matthias Roos hat die Auswüchse des niederrheinischen Karnevals nach eigenen Angaben unterschätzt. „Es war ein bisschen schwierig, alle nötigen Gesprächspartner in diesen Tagen zu erreichen“, sagte der Geschäftsführer der Krefeld Pinguine bei der wöchentlichen Pressekonferenz am Mittwoch schmunzelnd auf die Frage, inwieweit die Planungen zur Stammkapitalerhöhung bei den Pinguinen in den vergangenen Tagen Konturen angenommen hätten. „Einen entsprechenden Notartermin wird es in dieser Woche nicht mehr geben“, teilte Roos mit. Neues Ziel: die erste März-Woche. Dann soll das Stammkapital der KEV Pinguine Eishockey GmbH um 750 000 Euro erhöht werden. Das Geld soll von einem noch unbekannten Investor kommen, der sich nach dem formellen Akt beim Notar der Öffentlichkeit erkenntlich zeigen will.

Aufbauend auf diesem Schritt sollen dann die Planungen zur Schaffung einer neuen Gesellschafterstruktur vorangetrieben werden. „Wolfgang Schulz hat gesagt, dass er seine Anteile abgeben möchte“, so Roos. Auch Dirk Wellen, der durch seine Übernahme der Anteile der Energy Consulting Europe die Schwierigkeiten zwischen dem DEL-Klub und der Anteilseignerin, für die Mikhail Ponomarev die Verhandlungen führte, gelöst hatte, gab bereits vor Wochen an, lediglich nur kurzfristig als Hauptanteilseigner „auszuhelfen“. Auskünfte über neue Gesellschafter will Roos keine machen, bis Ende März soll es aber eine Struktur mit einem neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates geben.

Vier aktuelle Stammspieler
sollen gehalten werden

Aktuell plant Roos mit dem Etat der aktuellen Spielzeit (rund fünf Millionen Euro) – wohlwissend, dass dieses Budget nicht ausreichen wird, um dauerhaft um die Fleischtöpfe in der Deutschen Eishockey Liga mitzuspielen. Trotz der noch unsicheren Finanzlage soll bereits jetzt ein Grundgerüst auf dem Eis und auch hinter der Bande aufgestellt werden. Neben den vertraglich gebundenen Spielern wie Daniel Pietta, Martin Schymainski, Torsten Ankert und Kai Hospelt soll es bis zu vier weitere Spieler aus dem aktuellen Kader geben, die unbedingt in Krefeld gehalten werden sollen. „Darauf haben Pierre und ich uns vor zehn Tagen geeinigt“, teilte Roos mit, der auch kein Geheminis daraus macht, dass er mit dem derzeitigen Cheftrainer gerne weiterarbeiten wollen würde. „Pierre ist in unsere Planungen mit eingebunden. Er weiß, was ich an ihm und seiner Arbeit schätze. Grundsätzlich wollen wir weiter mit ihm arbeiten.“ Die Entscheidung zur Zukunft des Cheftrainers soll im März fallen. Der Ausgang scheint offen. Wie die genauen Pläne der möglichen neuen Geldgeber aussehen, könnte man laut Roos jetzt noch nicht sagen. Auch zu seiner eigenen Zukunft wollte sich Roos am Mittwoch nicht weiter äußern. „Natürlich habe ich mir meine Gedanken gemacht, aber es ist noch zu früh, darüber zu sprechen“, teilte der Geschäftsführer mit, der ebenfalls die Verantwortung für den sportlichen Bereich hält. Beaulieu hätte die Mannschaft seit seinem Dienstantritt als Cheftrainer in verschiedenen Bereichen verbessert. „Wir haben uns unter Pierre definitiv stabilisiert. Und wer weiß schon, wo wir stehen würden, wenn die Rahmenbedingungen in dieser Saison andere gewesen wären“, sagte Roos.