Krefeld Pinguine: Krefeld Pinguine: Niederlage trotz Müllers Doppelpack

Krefeld Pinguine : Krefeld Pinguine: Niederlage trotz Müllers Doppelpack

Die Pinguine kassieren im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Iserlohn Roosters eine 3:5-Pleite.

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Krefeld. Die Krefeld Pinguine haben die Chance verpasst nach dem Derby-Sieg gegen Köln nachzulegen. Die Mannschaft von Rick Adduono unterlag gestern Abend gegen den Tabellenletzten aus Iserlohn mit 3:5. Die Gäste drehten mit drei Toren im Mitteldrittel das Spiel. Die Pinguine machten zu viele individuelle Fehler und konnten nicht an die tolle Leistung von Freitag anknüpfen.

Die ersten Fehler mit Folgen unterliefen den Schwarz-Gelben bereits in der Anfangsphase. Zunächst konnte Maximilian Faber an der gegnerischen blauen Linie den Puck nicht stoppen und im Anschluss verlor Nick St.Pierre das Laufduell gegen Chad Bassen. Bassen passte den Puck vor das Tor zu Chris Brown, der Andrew Engelage mit einem Schuss durch die Beine keine Abwehrchance ließ (7.). Die Krefelder hielten sich geduldig an ihren Spielplan und wurden eine Minute vor der ersten Pause belohnt. Als der Ex-Pinguin Boris Blank auf der Strafbank saß, wurde ein Schuss von Kurt Davis abgefälscht und der Puck landetete genau auf dem Schläger von Marcel Müller, der unbedrängt zum 1:1 einschießen konnte (20.).

Adrian Grygiel brachte mit seinem zweiten Treffer nach seiner Rückkehr an die Westparkstraße die Schwarz-Gelben erstmals in Führung (23.), doch die Krefelder verloren im Anschluss den Faden. Sie waren von ihren Gegenspielern zu weit weg und verloren die entscheidenenden Zweikämpfe. Iserlohn drehte innerhalb von 157 Sekunden die Begegnung. Der aufgerückte Verteidiger Kevin Schmidt markierte das 2:2 (28.) und zwei Minuten später war es wieder einmal Blank, der an seiner ehemaligen Wirkungsstätte erfolgreich war. Vorausgegangen war ein missglückter Befreiungsschlag von Martin Ness (30.). Iserlohn nutzte den Moment und war dem vierten Treffer nahe, doch Engelage konnte zwei Schüsse von DEL-Torschützenkönig Jack Combs abwehren (33./35.). Nicht alltäglich war das Tor zum 2:4. Die Begegnung lief zunächst weiter, weil niemand im Stadion gesehen hatte, dass der Puck kurzzeitig im Tor war. Brown hatte nach einem Bullygewinn der Sauerländer direkt abgezogen und traf genau in den Winkel. Durch eine Lücke zwischen Pfosten und Tornetz war die Scheibe aber direkt wieder im Spielfeld gelandet, so dass die Roosters erst bei der nächsten Spielunterbrechung reklamieren konnten. Nach Studium der Videobilder erkannten die Schiedsrichter den Treffer an (36.).

Im Schlussdrittel waren die Pinguine um Anschluss bemüht. Zwar konnten sie auch ihr zweites Überzahlspiel durch Müller nutzen (50.), kamen aber sonst gegen die kompakte Gäste-Abwehr kaum noch zu Chancen. Hoffnung keimte unter den KEV-Fans auf, als die Schwarz-Gelben 92 Sekunden vor Spielende ihr drittes Powerplay zugesprochen kamen, doch Justin Florek traf ins leere Krefelder Tor — Engelage war zugunsten eines sechsten Feldspielers auf die Bank gefahren — zum Endstand (60.). Adduono war nach dem Spiel enttäuscht: „Wir haben vor dem Spiel darüber gesprochen, dass Iserlohn angeschalgen und damit gefährlich ist. Doch nach dem 2:1 machen wir zwei Fehler. Wir haben uns im letzten Drittel gut ins Spiel zurückgekämpft, aber da war es zu spät.“

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