Krefeld Pinguine: Luft für Brandon Reid wird dünner

Talfahrt in der DEL : Krefeld Pinguine: Powerplay-Dilemma und pure Verzweiflung

Gegen Ingolstadt zeigen die Krefeld Pinguine eine erschreckende Leistung. Die Luft bei den Fans wird immer dünner.

Von aufkommender Euphorie zu einem Pfeifkonzert nach dem Spiel: Die Krefeld Pinguine haben den Schwung aus dem Sieg in Iserlohn nicht mitnehmen können und am Sonntag bei der 1:2-Niederlage gegen den ERC Ingolstadt die wohl schlechteste Saisonleistung gezeigt. Woran das liegt, mag derzeit keiner der Aktiven einschätzen, Trainer Brandon Reid steht mächtig unter Druck. Die Ratlosigkeit ist einigen Spielern ins Gesicht geschrieben. Dass die Niederlage gegen Ingolstadt nicht höher ausfiel, lag einzig und allein daran, dass mit Jussi Rynnäs ein Torwart zwischen den Pfosten stand, der in seiner derzeitigen Verfassung zu den besten Torhütern der Liga zählt und Woche für Woche eine gute Leistung abruft. Das kann man seinen Vorderleuten nicht attestieren.

Besonders in der Offensive präsentieren sich die Pinguine erschreckend schwach, das anfangs noch so gute Powerplay ist mittlerweile viel zu harmlos. Null Tore bei 13 Möglichkeiten – insgesamt standen die Krefelder bei den Spielen in Iserlohn und gegen Ingolstadt über 25 Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis und erzielten dabei kein Tor. Reid sagt: „Es war das dritte Spiel nacheinander, dass wir in Überzahl schwach auftreten. Wir werden in der nächsten Woche wieder das Powerplay trainieren und vielleicht kommen dann mal andere Spieler zum Einsatz, einfach um dem ein oder anderen mal einen Weckruf zu geben.“ Zudem sagt Reid: „Es kann nicht sein, dass eine Reihe anderthalb Minuten in Überzahl auf dem Eis steht.“ Möglichkeiten, bereits nach 50 oder 60 Sekunden die Formation zu tauschen waren mehrmals da, warum dies nicht geschieht, bleibt ein Geheimnis.

Derzeit sehen die Pinguine nicht wie eine Mannschaft aus, die seinem Trainer mit voller Überzeugung folgt, vielleicht kommt der angesprochene Weckruf zu spät. Das Derby am Freitag, 1. November, gegen Düsseldorf könnte für Reid und die Pinguine zu einem Knackpunkt in der Saison werden. Folgt eine ähnlich schwache Leistung wie gegen Ingolstadt, drohen die Pinguine auch ihre treuesten Anhänger zu vergraulen.