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Krefeld Pinguine kriegen dreimalige Führung nicht ins Ziel

Eishockey : Pinguine verspielen dreimalige Führung

Das Team von Pierre Beaulieu verliert beim Angstgegner Bremerhaven 3:4 nach Penaltyschießen. Schmitz erzielt sein zweites DEL-Tor.

Die schwarze Serie geht weiter. Die Krefeld Pinguine haben das 14. Spiel in Folge gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven verloren. Am zweiten Weihnachtsfeiertag unterlag die Mannschaft von Pierre Beaulieu mit 3:4 nach Penaltyschießen an der Nordsee.

So nahe am Sieg waren die Schwarz-Gelben bei ihren Niederlagen gegen den Nordseeclub noch nie. Mit Dominik Uher sorgte erst der 18. Schütze im Penaltyschießen für die Entscheidung. Keiner der neun Krefelder Schützen konnte den Bremerhavener Torhüter Kristers Gudlevskis bezwingen.

Beide Mannschaften starteten verhalten in die Begegnung. Die Pinguine, die sich erst am frühen Morgen in Richtung Nordsee aufgemacht hatten, brauchten jedoch nicht lange um die von der Busfahrt müden Beine in Bewegung zu bekommen. Daniel Pietta nutzte den ersten Torschuss zur Führung. Der Ur-Krefelder hatte auf der rechten Seite viel Platz und traf mit einem Handgelenkschuss sehenswert ins lange obere Eck (6.). Nur fünf Minuten später fiel der Ausgleich aus heiterem Himmel. Justin Feser schoss den Puck von der Bande auf das Tor und weil Jussi Rynnäs durch Phillip Bruggisser und Uher die Sicht versperrt war, fand die Scheibe über den Innenpfosten den Weg ins Netz (11.). Martin Schymainski vergab die größte Möglichkeit zur erneuten Führung, als er kurz vor Drittelende an Gudlevskis scheiterte (18.).

Auch im Mitteldrittel konnten die Pinguine die Gastgeber, die auf ihren erkrankten Topscorer Jan Urbas verzichten mussten, gut vom eigenen Tor weghalten. Brenzlig wurde es, als mit Chad Costello und Mark Cundari gleich zwei Pinguine zeitgleich auf die Strafbank mussten (29.), doch Pietta holte einige Sekunden später eine Strafe gegen Miha Verlic heraus, so dass die Krefelder das Unterzahlspiel überstanden. Für den 2:1-Führungstreffer für die Schwarz-Gelben sorgte Mike Schmitz mit seinem zweiten Saisontreffer. Nach einem Abspielfehler der Bremerhavener konterte Schymainski und bediente den mitgelaufenen Schmitz, der über Torhüter Gudlevskis hinweg einschoss (34.). Wie bereits im ersten Drittel kassierten die Krefelder nur fünf Minuten später den Ausgleich – Tomas Sykora traf per Direktabnahme zum 2:2 (39.).

Ankert schießt die Scheibe raus und Besse trifft zum 3:2

Auch im Schlussdrittel konnten die mitgereisten KEV-Fans zuerst jubeln. Nach einem Befreiungsschlag von Torsten Ankert schnappte sich Grant Besse den Puck und traf aus spitzem Winkel ins lange Eck (42.). Nach einer unnötigen Strafe von Costello kamen die Gastgeber durch einen verdeckten Schuss von Mark Zengerle erneut zum schnellen Ausgleich (45.).

In der Schlussphase waren die Krefelder die bessere Mannschaft, schafften es allerdings trotz zahlreicher guter Möglichkeiten nicht den vierten Treffer zu erzielen. In der Verlängerung und im Penaltyschießen hielten beide Torhüter ihre Mannschaft mit starken Paraden im Spiel, bis die Bremerhavener in einem der längsten Penaltyschießen der DEL-Geschichte das glücklichere Ende für sich hatten. Am Samstag haben die Pinguine die Grizzlys aus Wolfsburg zu Gast (17 Uhr).