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Krefeld Pinguine kämpfen Iserlohn nieder und feiern ersten Saisonsieg

Eishockey : Krefeld Pinguine kämpfen Iserlohn nieder und feiern ersten Saisonsieg

Die Krefelder siegen in Spiel eins nach dem Rauswurf von Cheftrainer Clark Donatelli gegen die Gäste aus dem Sauerland mit 4:3.

Die Krefeld Pinguine haben das erste Spiel ohne Cheftrainer Clark Donatelli erfolgreich bestritten und durften den ersten Saisonsieg feiern. Im Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters gab es einen dramatischen 4:3-Erfolg. Die Hausherren begannen stürmisch und belohnten sich nach tollem Zuspiel von Mirko Sacher durch Topscorer Jeremy Bracco mit der frühen Führung nach gerade einmal 26 Sekunden. In einem guten ersten Drittel der Pinguine vergaben die Krefelder reihenweise weitere Einschussmöglichkeiten, durften dann aber kurz vor Ende doch noch jubeln. Auf Zuspiel von Alexander Blank traf Leon Niederberger überlegt zum 2:0. Sekunden vor dem Ende des Drittels vergaben die Krefelder dann sogar noch die Großchance auf das 3:0, als sie bei einem Konter Hannibal Weitzmann im Tor der Iserlohner nicht überwinden konnten.

Die Gäste, die am Vorabend noch am Seilersee den EHC München bezwungen hatten (2:1 n.V.) kamen duch Treffer von Joe Whitney und Kristopher Foucault im Mittelabschnitt zum Ausgleich. Es wurde dramatisch. Nachdem Jesper Jensen Aabo sein Team mit einem Fernschuss im Schlussdrittel wieder in Führung gebracht hatte, glich Ex-Pinguin Eugen Alanov sechs Minuten vor dem Ende erneut für die Gäste aus. Das Schlusswort gehörte Patrik Hersley, der 48 Sekunden vor Ende des Spiels nach feinem Pass von Robert Sabolic auf 4:3 stellte. Der Rest war Jubel in schwarz und gelb auf den Rängen.

Die Pinguine hatten keine zwölf Stunden vor dem Spiel Donatelli von seinen Aufgaben entbunden. „Die Clubführung hat sich dazu entschlossen, den 55-jährigen Amerikaner zu beurlauben“, teilten die Verantwortlichen von der Westparkstraße am Donnerstag mit. Eine Entscheidung, die mehr von ihrem  Zeitpunkt als von ihrem Inhalt her überrascht. Donatellis Statistik bei den Pinguinen ist desaströs. Seit Anfang Februar im Amt, stand der US-Amerikaner in 29 Liga-Spielen hauptverantwortlich hinter der Bande, nur drei dieser Partien konnte er gewinnen. Die Entscheidung, Donatelli von seinen Pflichten zu entbinden, sei so früh in der Saison getroffen worden, „um der Entwicklung nicht zu spät entgegenzuwirken und unsere Ziele nicht nachhaltig zu gefährden“, wird Pinguine-Geschäftsführer Sergey Saveljev zitiert. Donatelli habe die Mannschaft „in einer kritischen Phase“ übernommen, man sei trotz der  vergangenen Saison optimistisch gewesen, nun einen Schritt nach vorne machen zu können. Da dieser bisher ausblieb, habe man nun diese „schwierige Entscheidung“ getroffen.

Jetzt soll Igor Zakharkin bis auf Weiteres die Rolle des Cheftrainers übernehmen, „flankiert von Boris Blank als Co-Trainer“. Geschäftsführer Sergey Saveljev soll „auf Wunsch des Trainerteams kommunikativ unterstützen, sich jedoch vermehrt in die Rolle des Managers zurückziehen“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Krefeld Pinguine starteten mit vier Niederlagen in die aktuelle DEL-Saison. Beim Topteam Adler Mannheim kamen die Krefelder am Dienstag zu einer knappen 2:3-Pleite nach Verlängerung. Am Sonntag vor dem Auswärtsspiel hatte es an der Westparkstraße bereits eine Krisensitzung gegeben. Der US-Amerikaner durfte vorerst weitermachen, war aber zum Siegen verdammt, hieß es. Den nötigen Sieg holten die Krefelder in Mannheim nicht. Doch die Leistung der Mannschaft, die defensiv äußerst strukturiert auftrat und sich einen Punktgewinn in der SAP-Arena verdiente, stimmte. Hinter der Spielerbank standen jedoch andere.

US-Amerikaner hatte Traineramt im Februar übernommen

Erst im Februar hatte Clark Donatelli sein erstes Training bei den Krefeld Pinguinen geleitet. Der US-Amerikaner sollte den Umbau der Mannschaft nach der katastrophalen Corona-Saison vorantreiben, konnte aber kaum Siege vorweisen.