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Krefeld Pinguine: Händeschütteln nach dem Spiel verboten

Eishockey : Pinguine: 16. Pleite im 25. Heimspiel

Der KEV verliert mit 3:4 gegen Nürnberg. Nach dem Spiel wird aufgrund des Corona-Virus auf das Händeschütteln unter den Teams verzichtet.

Die Krefeld Pinguine haben am Sonntagabend das Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 3:4 verloren. In einem ausgeglichenen Spiel liefen die Schwarz-Gelben ab dem zweiten Drittel vergeblich einem Rückstand hinterher. Grant Besse erzielte zwei Treffer.

Die 3 408 Zuschauer sahen ein unterhaltsames erstes Drittel. Es gab zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten. Die Torhüter, Oskar Östlund und Niklas Treutle, konnten sich mehrmals auszeichnen. Die Pinguine gewannen viele Zweikämpfe und gingen verdient in Führung. Besse bekam vor dem Nürnberger Tor einen Schuss von Laurin Braun, der nach seinem Ausfall am Freitag (grippaler Infekt) wieder im Kader stand, an die Hand und der Puck sprang unhaltbar hinter ins Tornetz. Die Schiedsrichter bemühten zwar den Videobeweis, doch sie erkannten den Treffer an (11.). Nachdem Besse am Freitag schon ein Tor aberkannt worden war, durfte der Kanadier seinen 18.Saisontreffer bejubeln. Die Schwarz-Gelben hätten nachlegen können, Jeremy Welsh traf in Überzahl nur den Pfosten (17.). Zwölf Sekunden vor Drittelende wurden sie bestraft, Daniel Fischbuch erkämpfte sich im Nürnberger Drittel die Scheibe, ließ vor dem Krefelder Kasten Jacob Lagacé aussteigen und traf trocken an Östlund vorbei zum 1:1 (20.).

Trivellatos Schlenzer landet auf Piettas Kelle: Tor

Auch im zweiten Drittel spielten die Pinguine offensiver als in den Vorwochen. Dabei ergaben sich aber im eigenen Drittel große Lücken, die die Nürnberger zu nutzen wussten. Jack Skille verfehlte noch das leere Krefelder Gehäuse (25.), doch eine Zeigerumdrehung später ließ sich Kevin Schulze die Gelegenheit nicht entgehen. Freigespielt von Fischbuch schoss der Nürnberger Verteidiger zum 1:2 ein.

Die Antwort der Pinguine folgte nur 30 Sekunden später. Ein abgefälschter Schlenzer von Alex Trivellato landete genau auf der Kelle von Daniel Pietta, der zum 2:2-Ausgleich ins kurze Eck traf (26.). Die Freude währte nicht lange, Brandon Buck schoss einen Nachschuss zum 2:3 über die Linie (27.). Östlund bewahrte seine Mannschaft mit einer Glanzparade, als er am Boden liegend einen Schuss von Chad Bassen spektakulär mit der Fanghand hielt, vor einem höheren Rückstand (36.).

Die Pinguine überstanden im Schlussdrittel 57 Sekunden doppelte Unterzahl. Dabei konnte sich abermals Östlund auszeichnen. Der Schwede hatte seine Kelle verloren, pflückte jedoch Andreas Eder, der alleine vor ihm stand, die Scheibe vom Schläger (46.). In der Schlussphase gab es einen Sturmlauf der Pinguine, Pietta konnte bei einem Alleingang nur mit einem Stockschlag gestoppt werden (56.). Im folgenden Powerplay lag der Puck nur Zentimeter vor der Torlinie, doch ein Nürnberger Verteidiger konnte klären (57.). Als Östlund sein Tor verlassen hatte, traf erneut Schulze zum 2:4 (59.) ins leere Krefelder Tor. Die Schwarz-Gelben gaben sich nicht geschlagen. Östlund verließ erneut seinen Kasten und 20 Sekunden vor der Schlusssirene erzielte Besse das 3:4, doch zu mehr reichte es nicht mehr (60.).

Damit haben die Pinguine alle vier Saisonspiele gegen die Franken verloren. Das übliche Händeschütteln nach Spielende musste übrigens ausfallen. Aufgrund des umhergehenden Coronavirus sind die Spieler angehalten nur mit angezogenen Handschuhen sich kurz abzuklopfen.

Am Freitag steigt für die Pinguine das Derby in Düsseldorf. Mit einem Sieg könnten die Pinguine die DEG im Kampf um die Play-off-Plätze doch noch ärgern.